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Vier kritische Sicherheitstipps für WLAN-Hotspots

19.08.2015 | 09:35 Uhr |

Wer öffentliche Internet-Zugänge nutzt, muss wissen, dass andere mitlesen können. Beachten Sie unbedingt ein paar Sicherheitstipps.

In der aktuellen Diskussion über die Störerhaftung bei öffentlichen WLAN-Netzen wird häufig vergessen, dass ein solcher Hotspot auch Gefahren birgt, denn der Betreiber ist in der Lage, den gesamten Datenverkehr des eingeloggten Benutzers zu überwachen. Zudem können auch andere Benutzer des gleichen Netzwerks mit Hacker-Apps den Datenverkehr mitlesen.

Sie sollten daher bei öffentlichen Internet-Zugängen höchste Vorsicht walten lassen und folgende Sicherheitstipps beachten:

  • Der Datenaustausch mit Websites, die über HTTP aufgerufen werden, ist unverschlüsselt und kann von Hackern im Klartext eingesehen werden. Das betrifft auch eingegebene Benutzernamen und Passwörter. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Daten nur auf solchen Seiten eintippen, die per HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) verschlüsselt sind.

  • Bei der Kommunikation mit unverschlüsselten Websites sind auch die Cookies nicht verschlüsselt und können ausgelesen werden. Auch auf diese Weise können  Anmeldeinformationen abgegriffen werden. Mit SSL geschützte HTTPS-Sites hingegen verschlüsseln auch die übertragenen Cookies.

  • Auch der unverschlüsselte E-Mail-Verkehr kann problemlos mitgelesen werden. Programme wie Outlook oder Thunderbolt stellen bereits in der Voreinstellung eine SSL-Verschlüsselung ein (in Outlook zu finden unter „Datei -> Kontoeinstellungen -> Ändern -> Weitere Einstellungen -> Erweitert“).

  • Für viele Android-Tools, etwa das beliebte Kaiten Mail, gilt das jedoch nicht. Dort müssen Sie die Verschlüsselung manuell aktivieren unter „Einstellungen -> Kontoeinstellungen -> Nachrichten abrufen -> Posteingangs-Einstellungen“ beziehungsweise „Nachrichten verfassen -> Postausgangs-Einstellungen“.

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