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WLAN-Geräte melden sich am Router an und ab - was tun?

17.02.2016 | 13:05 Uhr |

Ständige An- und Abmelden von Geräten am Router kann ein Zeichen für viele Probleme sein. Wir geben Rat.

Auf der Suche nach Problemen bei der WLAN-Verbindung leistet das Routerprotokoll gute Dienste. Das Logfile des Routers finden Sie in seinem Menü meistens in einem Punkt, der „Verwaltung“ oder „Administration“ heißt. Bei der Fritzbox kommen Sie über „System -> Ereignisse“ an das Routerprotokoll. In diesen Aufzeichnungen lauern einige Auffälligkeiten, die WLAN-Fehlverhalten erklären können: So lässt sich etwa erkennen, dass sich einige WLAN-Geräte ständig am Funknetzwerk der Fritzbox an- und abmelden.

Diese An- und Abmeldungen können auf Sicherheitsprobleme hinweisen, ein Anzeichen für eine schlechte Funkverbindung sein oder eine Software-Aktualisierung notwendig machen. Am einfachsten lösen Sie das Problem, wenn es nur an der Treiber-Software des WLAN-Clients liegt: Problematisch ist dieses Verhalten nur, wenn Sie in diesem Fall die WLAN-Verbindung zum Router immer wieder manuell anstoßen müssen, obwohl sich der Client eigentlich automatisch verbinden sollte. Dann sollten Sie überprüfen, ob es für Ihren WLAN-Adapter, das Notebook oder das Smartphone ein Update gibt. Denn das ständige An- und Abmelden kann von einem fehlerhaften Standby-Modus im Client kommen. Es kann aber auch ein gewünschtes Verhalten sein: beispielsweise dann, wenn WLAN-Geräte regelmäßig aufwachen oder von Apps geweckt werden, um sich mit dem WLAN zu verbinden, um Infos zu aktualisieren oder Updates zu erledigen.

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Eine schlechte Funkverbindung kann das unruhige Verhalten von WLAN-Geräten ebenfalls erklären: Router und Gegenstelle verlieren den Kontakt und versuchen, ihn gleich wieder aufzunehmen, um eine bessere Signalqualität zu erreichen. Das WLAN funktioniert dann zwar, könnte allerdings viel schneller arbeiten. Das passiert oft, wenn störende WLANs in der Nachbarschaft arbeiten. Normalerweise ist der Router so eingestellt, dass er selbstständig den Funkkanal mit der besten Übertragungsqualität aussucht. Doch wenn viele WLANs in der Umgebung aktiv sind, führt das eventuell dazu, dass der Kanal häufig gewechselt werden muss. Mit einem Tool wie etwa Xirrus Wifi Inspector lässt sich prüfen, wie viele WLANs auf demselben Kanal wie Ihr WLAN arbeiten. In der Fritzbox finden Sie ein ähnliches Analyse-Tool unter „WLAN -> Funkkanal -> WLAN-Umgebung“. Auf der 2,4- GHz-Frequenz umfasst jeder Funkkanal 20 MHz – deshalb überlappen sich Kanäle, die nebeneinander liegen. Nur die Kanäle 1, 6 und 11 beeinflussen sich nicht gegenseitig. Überprüfen Sie, auf welchem der drei Kanäle am wenigsten andere WLANs aktiv sind und legen Sie den Router auf diesen Kanal fest. Bei der Fritzbox erledigen Sie das unter „WLAN -> Funkkanal -> Funkkanal-Einstellungen anpassen -> 2,4-GHz-Frequenzband -> Funkkanal“. In der Regel ist das 2,4-GHz-Band aber so überlaufen, dass Sie keinen optimalen Funkkanal finden werden. In diesem Fall hilft die Fritzbox-Option „WLAN-Koexistenz aktiv“, die Störungen zu minimieren. Besser ist es jedoch, auf die 5-GHz-Frequenz zu wechseln: Denn dort sind weniger WLANs aktiv und es gibt mehr Kanäle, die sich nicht gegenseitig stören. Hierzu müssen allerdings Router und Gegenstelle die Übertragung auf 5 GHz beherrschen.

Die Funkbedingungen können Sie auch verbessern, indem Sie den Abstand zwischen Router und Gegenstelle reduzieren: Dann haben störende WLANs weniger Einfluss auf die Übertragung. Achten Sie außerdem darauf, dass der Router mit maximal möglicher Sendeleistung arbeitet, um auch Gegenstellen, deren Position Sie nicht verändern können – wie beispielsweise bei einem Rechner oder bei einem Smart-TV – mit der besten Signalqualität zu erreichen. Im Fritzbox-Menü legen Sie die Sendeleistung dann unter „WLAN -> Funkkanal -> Maximale Sendeleistung“ fest.

Bleibt das Routerprotokoll unverändert voll mit Einträgen von an- und abmeldenden Geräten, können Sie zuletzt überprüfen, ob es sich überhaupt um Ihre eigenen WLAN-Clients handelt. Haben Sie und Ihr Nachbar zum Beispiel beide eine Fritzbox 7490 sowie den Standardnamen des WLANs (SSID) nicht geändert, versuchen WLAN-Geräte, sich jeweils an dem Router mit der besten Signalqualität anzumelden, da sie nur auf die SSID achten. Haben Sie Ihr WLAN jedoch mittels WPA2 oder MAC-Filter abgesichert, taucht im Ereignisprotokoll ein Eintrag auf wie „WLAN-Anmeldung gescheitert: ungültiger WLAN-Schlüssel.“

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