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Vorsicht vor Zwangsrouter trotz neuem Gesetz

07.01.2016 | 10:45 Uhr |

Ein neues Gesetz besiegelt das Ende des Routerzwangs - im Prinzip, doch derzeit lauern noch ein paar Fallen.

Bundesregierung und Parlament haben kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das das Ende der Zwangsrouter in Deutschland festlegt. Danach „dürfen die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten den Anschluss von Telekommunikations-Endeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikations-Endeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen“.

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Das Ende des Routerzwangs gilt ausdrücklich für alle Netzarten, also sowohl für klassisches DSL, schnelles VDSL als auch für Breitbandkabel (TV-Kabel).

Weil aber die Umsetzung der neuen Regelungen bei den Providern administrative und technische Umstellungen erfordert, haben die Unternehmen dafür sechs Monate Zeit. Und genau dies nutzen Unternehmen, die schon in der Vergangenheit auf Zwangsrouter gesetzt haben, derzeit noch aus.

Wenn es dort beispielsweise heißt: „Schnell surfen: Vodafone bietet Fritz!Box 7490 als neuen Premium-Router“, kommt man erst einmal nicht auf die Idee, dass dieser „provisioniert“ sein könnte – schließlich handelt es sich ja um die Fritzbox von AVM. Erst beim Blick ins Kleingedruckte fällt die Formulierung „mit dem bewährten Modem-Installations-Code“ auf.

Ende des Routerzwangs: Das Gesetz im Überblick

In der Praxis werden diese speziell konfigurierten Router vom Provider über das Netz eingerichtet, der Kunde hat nur eingeschränkte Möglichkeiten. Einzelne Funktionen können sogar ganz gesperrt sein, obwohl die Fritzbox oder ein anderer Router prinzipiell dazu in der Lage wären.

Deshalb heißt es bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes: Augen auf bei der Providerwahl von DSL-, VDSL- und Kabelverträgen!

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