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Vitualbox: Daten mit dem Host-System austauschen

31.03.2015 | 14:31 Uhr |

Manchmal ist der Datenaustausch zwischen dem Gast- und den Host-System nötig. Virtualbox bietet dafür drei Möglichkeiten.

Eine virtuelle Maschine eignet sich gut als relativ sichere Umgebung für ein zweites Betriebssystem. Darin können Sie gefahrlos neue Software ausprobieren, experimentelle Windows-Konfigurationen testen oder im Internet surfen, ohne die Sicherheit des echten Systems zu beeinträchtigen. Manchmal ist jedoch der Datenaustausch zwischen dem Gast- und den Host-System nötig. Virtualbox bietet dafür drei Möglichkeiten.

Der einfachste Weg führt über eine gemeinsame Zwischenablage. Um diese zu nutzen, installieren Sie - wenn noch nicht geschehen - zuerst im Fenster der laufenden virtuellen Maschine über das Menü „ Geräte -> Medium mit Gasterweiterungen einlegen...“ zusätzliche Treiber im Gast-System. Sollte das Setup-Programm nicht automatisch starten, gehen Sie in das Verzeichnis des CD-Laufwerks und starten VBoxWindowsAdditions.exe per Doppelklick. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten und starten Sie abschließende das Gast-System neu. Gehen Sie auf „Geräte -> Gemeinsame Zwischenablage -> bidirektional“. Auf dem Host-Rechner können Sie dann Text markieren, mit Strg-C in die Zwischenablage kopieren und im Gastsystem etwa in einen Editor mit Strg-V einfügen. Der umgekehrte Weg vom Gast zum Host funktioniert genauso. Auch ein Bildschirmfoto, dass Sie vom aktuellen Fenster mit Alt-Druck aufnehmen, landet in der Zwischenablage und lässt sich mit Strg-V in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen.

Dateien lassen sich über die Zwischenablage nicht übertragen. Für diesen Zweck nutzen Sie gemeinsame Ordner. Auch für diese Funktion müssen die Gasterweiterungen installiert sein. Gehen Sie auf „Geräte -> Gemeinsamer Ordner...“ und klicken Sie auf das Ordnersymbol rechts oben im Fenster. Wählen Sie hinter „Ordner-Pfad“ den Ordner auf dem Host-System aus, den Sie für den Datenaustausch nutzen wollen. Setzen Sie ein Häkchen vor die gewünschten Optionen. Ist „Permanent erzeugen“ aktiviert, bleibt die Konfiguration erhalten, auch wenn Sie die virtuelle Maschine herunterfahren und wieder neu starten. Der Zugriff auf den Austauschordner erfolgt im Windows-Explorer des Gast-Systems über „Netzwerk“ und den virtuellen Server mit der Bezeichnung „Vboxsrv“.

Das virtuelle Netzwerk von Virtual Box lässt sich auch konventionell für den Austausch von Dateien nutzen. Gehen Sie auf „Geräte -> Netzwerk -> Netzwerkeinstellungen“. Standardmäßig ist hinter „Angeschlossen an:“ der Wert „NAT“ eingestellt. Dadurch steht dem Gast zwar die Internetverbindung zur Verfügung, die Ressourcen in Ihrem Netzwerk sind jedoch nicht erreichbar. Stellen Sie „Netzwerkbrücke“ ein, um das zu ändern. Im Gast-System greifen Sie dann im Windows-Explorer über „Netzwerk“ auf freigegebene Ordner des echten Systems zu.

Sicherheitshinweis: Wenn Sie dem Gast-System über einen gemeinsamen Ordner oder die Netzwerkbrücke den Zugriff auf Ihr Netzwerk gewähren, sind diese auch für Schadsoftware erreichbar. Einige Viren manipulieren auch Dateien auf Netzwerkfreigaben. Der Schädling kann auf diesem Weg also auf das echte System gelangen. Wenn Sicherheit eine Rolle spielt, aktivieren Sie die Funktionen nur für den Moment, in dem Sie sie tatsächlich benötigen.

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