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Virtuelle Ordner: Elegante Scheinordnung

30.07.2003 | 12:34 Uhr |

Sie müssen aus Platzgründen einige Unterverzeichnisse auf eine andere Partition auslagern - beispielsweise aus einem MP3-Archiv. Die Unterverzeichnisse sollen im Windows-Explorer (95, 98, ME, 2000, XP) trotzdem noch alle zusammen erscheinen. Mit normalen Links gelingt das nicht, denn der Windows-Explorer gruppiert Ordner und Dateien. Verknüpfungen sind aber auch nur Dateien - sie ordnen sich im Explorer zwischen die übrigen Dateien ein. Sie benötigen also ein Pseudo-Verzeichnis, das als Link fungiert, aber wie ein gewöhnlicher Ordner aussieht. PC-WELT erklärt Ihnen, wie Sie dieses Problem mittels virtueller Ordner lösen können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie müssen aus Platzgründen einige Unterverzeichnisse auf eine andere Partition auslagern - beispielsweise aus einem MP3-Archiv. Die Unterverzeichnisse sollen im Windows-Explorer (95, 98, ME, 2000, XP) trotzdem noch alle zusammen erscheinen. Mit normalen Links gelingt das nicht, denn der Windows-Explorer gruppiert Ordner und Dateien. Verknüpfungen sind aber auch nur Dateien - sie ordnen sich im Explorer zwischen die übrigen Dateien ein. Sie benötigen also ein Pseudo-Verzeichnis, das als Link fungiert, aber wie ein gewöhnlicher Ordner aussieht.

Lösung:

Bereits in der Ausgabe 5/2001 (Seite 64) beschrieben wir unter dem Stichwort "Ordnungsprobleme" einen Lösungsweg. Selbst definierte Class-IDs, angehängt als Ordner-Extension, erlauben es, ortsfremde Verzeichnisse elegant in eine Ordnerliste einzubinden.

Mit dem Visual-Basic-Script VLINK.VBS bringen wir das Prinzip jetzt als vollautomatische Lösung: Statt komplizierte Registry-Eingriffe vorzunehmen, manövrieren Sie sich mit wenigen Mausklicks ans Ziel.

Nach Aufruf des Scripts - egal von wo - wählen Sie im Dialog "Ordner suchen" das Verzeichnis, das an anderer Stelle erscheinen soll, und anschließend das Zielverzeichnis. Zur äußerlichen Unterscheidung dieser Verzeichnis-Links erhalten diese die Typ-Bezeichnung "V-Links" (nicht unter XP), die allerdings nur in der Detailansicht des Explorers erscheint. Der Klick auf solche Scheinordner führt innerhalb der aktuellen Explorer-Instanz zum eigentlichen Ordner auf dem anderen Laufwerk.

Wenn Sie den Eingangsdialog des Scripts verneinen, gelangen Sie in dessen Löschroutine, mit der Sie bestehende Vlinks wieder restlos aus der Registry und von der Platte entfernen können.

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