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Virtuelle Maschine legt Rechner lahm

12.08.2015 | 15:31 Uhr |

Eine Virtualisierungs-Software wie Virtualbox ist praktisch. Sie lässt sich aber nicht immer problemlos entfernen.

VM-Software wie Virtualbox ist extrem praktisch - beispielsweise, um sicher neue Software zu testen, ohne sich die Windows-Installation zu versauen. Doch manchmal verursacht die Virtualisierungs-Software mehr Probleme als sie löst.

Die Test-Version von Windows 10 ist eine hervorragende Gelegenheit, sich mit einer Virtualisierungs-Software bekannt zu machen. Wenn Sie beispielsweise Virtualbox installieren, können Sie das neue Windows sicher auf einen virtuellen Rechner packen und damit experimentieren. Nicht immer lässt sich Virtualbox aber problemlos installieren: Bekannt sind beispielsweise Probleme mit Dropbox. Im Installationsfenster von Virtualbox bewegt sich der Fortschrittsbalken dann nicht mehr weiter.

Das Problem: Eine missglückte Installation von Virtualbox kann den gesamten Rechner lahmlegen. Wollen Sie nämlich anschließend andere Programme aufspielen, stören sich deren Installationsroutinen häufig daran, dass noch eine Installation aussteht – die von Virtualbox. Und weiter geht es erst, wenn diese Installation beendet ist. Da aber Virtualbox nie komplett installiert wurde, lässt sich das Programm auch über die Deinstallationsroutine nicht löschen. Selbst wenn Sie das Verzeichnis von Virtualbox manuell entfernen, lösen Sie das Problem nicht.

Die Ursache: Das sind die Treiber für virtuelle Komponenten, die Virtualbox installiert – etwa für eine virtuelle Netzwerkkarte. Auch nachdem Sie Virtualbox deinstalliert haben, finden Sie sie im Gerätemanager: Unter „Netzwerkadapter“ steht der Eintrag „Virtualbox Host Only Ethernet Adapter“.

Um Virtualbox endgültig loszuwerden, müssen Sie auch die Treiberdateien manuell entfernen: Sie finden sie im Verzeichnis Windows\System32\drivers. Es können bis zu fünf SYS-Dateien sein, deren Namen mit „Vbox“ beginnt – es können aber auch weniger sein, wenn die Deinstallationsroutine bereits welche entfernt hat. Löschen Sie diese Dateien manuell. Nach einem Neustart sollte dann unter anderem auch die virtuelle Netzwerkkarte verschwunden sein.

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