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Virtuelle Festplatte im Netzwerk einrichten

06.11.2015 | 13:00 Uhr |

Dieser Tipp verrät Ihnen, wie Sie in die Home-Versionen von Windows ein Netzlaufwerk einbinden können.

Die Home-Versionen von Windows sichern Daten nur auf lokale Festplatten. Mit einem Trick können Sie ihnen jedoch eine Netzwerkfreigabe als lokales Laufwerk unterjubeln. Der Weg dazu führt über eine virtuelle Festplatte (Virtual Harddisk, VHD).

So geht’s: Öffnen Sie dazu durch Eingabe von „diskmgmt.msc“ im Startmenü die Datenträgerverwaltung und klicken Sie auf „Aktion > Virtuelle Festplatte erstellen“. Über „Durchsuchen“ steuern Sie eine Freigabe auf einem anderen PC an, vergeben einen beliebigen Namen und drücken „Speichern“. Tragen Sie die gewünschte Größe ein und belassen Sie es am besten beim voreingestellten VHD-Format, das Laufwerke bis zu einer Größe von 2 Terabyte unterstützt. Auch die Einstellung „Feste Größe“ sollten Sie übernehmen. Nach einem „OK“ legt Windows die virtuelle Disk an.

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, klicken Sie links neben dem Laufwerk mit der rechten Maustaste auf „Datenträger [X]“, wobei [X] für die Nummer des Laufwerks steht, gehen auf „Datenträgerinitialisierung“ und bestätigen mit „OK“. Klicken Sie das gestrichelte Innere des neuen Laufwerks mit der rechten Maustaste an und starten Sie mit „Neues einfaches Volume“ den Assistenten. Vergeben Sie mit ihm einen Laufwerksbuchstaben und formatieren Sie die virtuelle Festplatte. Anschließend taucht sie als lokales Volume im Explorer auf.

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Virtuelle Festplatte dauerhaft einbinden: Wenn Sie Windows jedoch neu starten, ist die ganze Arbeit futsch und das Laufwerk nicht mehr da. Sie müssen es daher in die Startprozedur von Windows einbinden. Dazu benötigen Sie die IP-Adresse des Rechners oder NAS-Geräts, auf dem die VHD liegt. Bei einem Windows-PC öffnen Sie dazu mit dem Befehl „cmd“ im Startmenü die Eingabeaufforderung und tippen „ipconfig“ ein. Windows zeigt Ihnen nun den Status Ihrer Netzwerkverbindung an, darunter auch die IP-Adresse. Bei einem NAS-Gerät erfahren Sie sie über dessen Software.

Gehen Sie zurück zu dem PC mit der Home-Version und öffnen Sie dort den Editor von Windows. Tragen Sie die beiden folgenden Zeilen ein:

select vdisk file=\\[IP-Adresse]\[Name der Freigabe]\[VHD-Datei] attach vdisk

Angenommen, der Rechner, auf dem die virtuelle Festplatte liegt, hat die IP-Adresse 192.168.178.20, die Freigabe heißt Test und die Datei trägt den Namen nas.vhd, so lautet die erste Zeile also „select vdisk file=\\192.168.178.20\Test\nas.vhd“.

Speichern Sie die beiden Zeilen mit dem Editor als Textdatei auf der lokalen Festplatte, etwa im Ordner C:\Temp unter der Bezeichnung autovhd.txt.

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Nun müssen Sie Windows noch sagen, dass es diese Textdatei bei jedem Start aufrufen soll. Dazu tippen Sie im Startmenü „Aufgabenplanung“ ein und öffnen das gleichnamige Programm. Klicken Sie dort auf „Aktion > Aufgabe erstellen“ und geben Sie der Aufgabe einen beliebigen Namen. Markieren Sie „Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen“ und „Mit höchsten Privilegien ausführen“ und gehen Sie weiter zum Register „Trigger“. Klicken Sie dort auf „Neu“, wählen Sie aus dem Drop-down-Menü neben „Aufgabe starten“ den Eintrag „Beim Start“ aus und schließen Sie das Fenster mit „OK“. Wechseln Sie nun zum Register „Aktionen“ und klicken Sie auf „Neu“. Geben Sie unter „Programm/Skript“ den Befehl „diskpart -s [Pfad zur Textdatei]“ ein, also etwa „diskpart -s c:\temp\autovhd.txt“. Klicken Sie auf „OK“ und beantworten Sie die folgende Nachfrage mit „Ja“. Schließen Sie das Fenster der Aufgabenplanung mit „OK“.

Damit Windows die virtuelle Platte bei jedem Start automatisch wieder einbindet, legen Sie einen Eintrag in der Aufgabenplanung an.
Vergrößern Damit Windows die virtuelle Platte bei jedem Start automatisch wieder einbindet, legen Sie einen Eintrag in der Aufgabenplanung an.

Windows will nun zur Bestätigung einen Benutzernamen und ein Passwort haben. Tippen Sie den Namen und das Kennwort eines Users mit Administratorrechten ein und bestätigen Sie mit „OK“. Sofern der andere Rechner oder das NAS-Gerät im Netzwerk verfügbar sind, bindet Windows nun bei jedem Start die virtuelle Festplatte in sein Datenträgersystem ein.

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