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Windows schnell infiziert

12.09.2008 | 10:55 Uhr |

Spätestens nach 2 Stunden ist Windows verseucht, wenn Updates fehlen.

Wie lange bleibt ein frisch installierter Windows-PC frei von Malware, wenn er online geht?
Diese Frage versucht das Internet Storm Center (ISC) seit dem Jahr 2000 zu beantworten. Dazu sammelt das ISC Berichte von Personen oder Institutionen, die einen PC sorgsam überwachen, diesen aber mehr oder weniger ungeschützt und ohne Updates mit dem Internet verbinden und die Zeit erfassen, bis der erste Schädling eingedrungen ist. Weit über 2000 Messwerte zeigen, dass kaum ein Windows-PC die Marke von zwei Stunden erreicht. Die meisten sind bereits nach einer Stunde oder weniger kompromittiert, einige bereits nach ein paar Minuten. Unix-Systeme überleben deutlich länger, meist etwa zehn bis zwölf Stunden.

Eine klare Tendenz zu längerer oder kürzerer Überlebensdauer ist über die Jahre nicht erkennbar. Die Chancen stehen also schlecht, dass ein frisch installierter Windows-PC ohne Schutz es schafft, alle sicherheitsrelevanten Updates herunterzuladen, ohne infiziert zu werden. Ein DSL-Router, der als Firewall fungiert, kann jedoch schon genügen, um in Ruhe alle Updates laden zu können – vorausgesetzt, man stellt alle anderen Internet-Aktivitäten bis zum Abschluss dieser Arbeiten zurück.

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