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Vier Tipps zum Datenschutz in sozialen Netzwerken

30.06.2016 | 15:10 Uhr |

Manchmal kommt man einfach nicht um Facebook herum. Wer seine Daten trotzdem schützen will, sollte folgende Tipps beachten.

Wer am sozialen Leben teilnehmen möchte, kommt unter Umständen nicht um soziale Netzwerke herum. Verabredet sich etwa der Kegel- oder der Wanderklub über eine Facebook-Gruppe, dann müssen wohl oder übel auch Sie Mitglied bei Facebook werden – auch wenn Ihnen der mangelnde Datenschutz dort eigentlich nicht gefällt.

Für diese Fälle und für alle anderen Anwender, die Wert auf Datenschutz legen, hat die amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) vier Tipps für soziale Netzwerke ausgegeben. Die EFF ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Bürgerrechte im digitalen Zeitalter zu erhalten. Da der Datenschutz in den USA bei Weitem keinen so hohen Stellenwert hat wie in Europa, muss sich die EFF ganz schön ins Zeug legen, um ihre Ziele zu erreichen.

Hier finden Sie die vier Tipps der EFF zu sozialen Netzwerken kurz zusammengefasst. Ausführlich gibt’s die Tipps hier in englischer Sprache .

1. Anonyme Registrierung: Facebook erwartet zwar, dass man sich mit seinem tatsächlichen Namen anmeldet, aber daran muss man sich ja nicht unbedingt halten. Wenn Sie sich als Pseudonym einen gewöhnlichen Namen aussuchen, also nicht etwa Mickey Mouse, dann dauert es auch meist wirklich lange, bis Facebook Zweifel an Ihrer gewählten Identität äußert. Im schlimmsten Fall müssen Sie nach ein paar Monaten das Profil umbenennen (in ein anderes Pseudonym) oder löschen.

Zusätzlich zum Pseudonym empfiehlt die EFF, dass Sie Ihre IP-Adresse verschleiern, wenn Sie sich in einem sozialen Netzwerk registrieren und es später nutzen. Wir als PC-WELT empfehlen dafür unser eigenes Tool: PC-WELT Anonym Surfen VPN .

Sie können im Browser die Cookies von „Drittanbietern“ blockieren. Dabei handelt es sich meist um Cookies von Werbenetzwerken, die Ihr Surfverhalten protokollieren.
Vergrößern Sie können im Browser die Cookies von „Drittanbietern“ blockieren. Dabei handelt es sich meist um Cookies von Werbenetzwerken, die Ihr Surfverhalten protokollieren.

2. Cookie-Management: Die EFF weist darauf hin, dass viele soziale Netzwerke mit mehreren Werbevermarktern zusammenarbeiten. Diese tracken Ihr Surfverhalten sehr genau. Darum empfiehlt die EFF, Cookies von sogenannten Drittanbietern abzulehnen. Der Komfort beim Surfen wird dadurch in der Regel nicht beeinträchtigt. Das Cookie-Management ändern Sie im Browser Google Chrome unter „Einstellungssymbol -> Erweiterte Einstellungen -> Datenschutz -> Inhaltseinstellungen -> Drittanbieter-Cookies und Websitedaten blockieren“. Unter Firefox wählen Sie „Einstellungssymbol -> Einstellungen -> Datenschutz -> Firefox wird eine Chronik -> nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen -> Cookies von Drittanbietern akzeptieren -> Nie“.

Möchten Sie sich von der Cookie-Verteilung von sozialen Netzen und anderen Websites ein Bild machen, dann geht das mit der Browser-Erweiterung Ghostery , die es für Chrome und Firefox gibt. Nach der Installation der Erweiterung ist ein Neustart des Browsers fällig. Anschließend finden Sie das Symbol von Ghostery oben neben der Adresszeile des Browsers. Sobald Sie nun eine Webseite besuchen, zeigt die Erweiterung die Zahl der ausgelieferten oder aktualisierten Cookies als Zahl an und listet deren Namen in einem eigenen Fenster auf.

Facebook sicher in drei Minuten - so geht's
3. Datenschutzeinstellungen prüfen: Obwohl Facebook sehr an Ihren persönlichsten Daten interessiert ist, bietet das soziale Netzwerk doch recht viele Datenschutzoptionen. Sie müssen Sie nur finden und einschalten. Rufen Sie www.facebook.com/settings auf und stellen Sie die Optionen unter „Privatsphäre“ sowie „Werbeanzeigen“ nach Ihren Vorstellungen ein.

4. Freunde instruieren: Es nützt natürlich nichts, wenn Sie selbst-Datendiät auf Facebook & Co. halten, Ihre Freunde aber alles mögliche über Sie dort hinausposaunen. Die EFF empfiehlt also, dass Sie Ihre Freunde darum bitten, zurückhaltend mit Ihren Daten umzugehen.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet
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