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Versteckte Menüs im Speedport-Router freischalten

02.12.2016 | 09:56 Uhr |

Mit einem Trick rufen Sie verborgenen Menüeinträge der Speedport-Router der Telekom auf. So kommen Sie an wichtige Infos zu DSL, WLAN und LTE.

Auf den ersten Blick bieten den Speedport-Router der Telekom weniger detaillierte Funktionen als zum Beispiel die Fritzboxen von AVM. Beispielsweise fehlen genaue Angaben zur Qualität der DSL-Verbindung, die die Fritzbox unter „Internet, DSL-Informationen“ anzeigt. Doch mit einem Trick rufen Sie die verborgenen Menüeinträge des Speedport auf.

Je nach Speedport-Modell führen unterschiedliche Web-Adressen zu den verborgenen Router-Menüs. Beim LTE-Router Speedport Hybrid rufen Sie sie mit http://speedport.ip/enigneer/html auf. Beim Speedport W724V führen je nach Modell unterschiedliche URLs zum Erfolg. Ob Sie einen Typ A, B oder C haben, erkennen Sie am Typenschild, das Sie auf der Rückseite des Routergehäuses finden.

Je nach Router-Modell führen unterschiedliche Webadressen zu den versteckten Menüseiten. Das gilt auch für den LTE/DSL-Router Speedport Hybrid.
Vergrößern Je nach Router-Modell führen unterschiedliche Webadressen zu den versteckten Menüseiten. Das gilt auch für den LTE/DSL-Router Speedport Hybrid.

Beim Typ A lautet die URL: http://speedport.ip/engineer/html/dsl.html . Der Typ B zeigt das Menü nach folgender Eingabe an: http://speedport.ip/hidden/hidden_index.stm . Und beim Typ C rufen Sie es mit dieser URL auf: http://speedport.ip/html/engineer/ghome.htm .

Zunächst müssen Sie sich auf der normalen Menüseite des Routers anmelden. Anschließend öffnen Sie ein weiteres Browser-Fenster und geben dort die passende URL ein – nun sollte sich das verborgene Menü öffnen.

In diesem Menü finden Sie auf der linken Seite zahlreiche Oberpunkte, die zusätzliche Informationen zu DSL, den LAN-Anschlüssen, der WLAN-Verbindung und im Falle des Speedport Hybrid auch zur LTE-Verbindung preisgeben. Bei DSL zeigt Ihnen der Speedport unter „Connection Status“ Informationen zur Verbindungsart („DSL operating-mode“) an sowie, ob der Router gerade mit einer DSL-Gegenstelle verbunden ist („State: Up“). Darüber hinaus bekommen Sie unter „Line Status“ wichtige Angaben zur Verbindungsqualität: „Actual Data Rate“ zeigt das aktuelle Verbindungstempo, auf das sich Router und DSL-Gegenstelle geeinigt haben. Es sollte das Tempo des vereinbarten DSL-Tarifs in Kilobit anzeigen, also beim Downstream zum Beispiel rund 51000 bei VDSL-50. Direkt darunter steht die „Attainable Data Rate“. Die zeigt das maximal mögliche Tempo an der geschalteten DSL-Leitung an. Allerdings bezieht sich der angegebene Wert laut Telekom nicht auf eine tatsächliche Messung der Leitungsqualität, sondern ist eine Hochrechnung des Routers anhand der aktuellen Signalqualität. Als Argumentationshilfe für ein Tempo-Upgrade können diese Informationen daher nicht dienen.

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In der nächsten Zeile finden Sie eine Angabe zum Signal-Rausch-Abstand der DSL-Leitung: Die Angabe unter „SNR Margin“ ist also umso besser, je höher sie ausfällt. Durch 10 geteilt, ergibt der Wert im Router-Menü den Signal-Rausch-Abstand in dB.

Wenn Sie einen Speedport Hybrid haben, sollten Sie nicht nur auf die DSL-Werte achten, um die Verbindungsqualität zu beurteilen, sondern auch auf die Informationen zur LTE-Anbindung. Die wichtigsten Werte, die der Router preisgibt, stehen in den Zeilen RSPR und RSPQ. Sie sind in dBm angegeben.

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Bei RSPR (Reference Signal Received Power) handelt es sich um eine Referenzmessung, mit der das LTE-Gerät die Signalstärke eines Sendemasts bestimmt, damit es gegebenenfalls zu einem anderen Sender mit stärkerer Leistung wechseln kann. Gute Werte liegen im Bereich von -70 bis -90 dBm. RSRQ (Reference Signal Received Quality) bezeichnet die Signalqualität am LTE-Geräte. Sie bestimmt die Datenrate der Nutzdaten, die der Router per LTE erhält. Ideal sind Werte zwischen -3 und -5 dBm.

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