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Fotografieren: Blende, Verschlusszeit und ISO perfekt einsetzen

21.01.2016 | 10:45 Uhr |

Wir erklären Ihnen, wie Verschlusszeit, Blende und Lichtempfindlichkeit Einfluss auf die Belichtung eines Fotos nehmen.

Die Belichtung eines Fotos hängt von drei Parametern ab: der Verschlusszeit, der Blende und der Lichtempfindlichkeit des Sensors. Jeder Parameter hat Einfluss auf die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt.

So bezeichnet die Verschlusszeit die Zeit, in der der Kameraverschluss - ein bewegliches Element im Strahlengang - offen ist und Licht auf den Sensor fällt. Je länger der Verschluss offen ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor und desto heller wird das Bild. Allerdings wird bei zunehmender Verschlusszeit auch die Verwacklungsgefahr immer höher. Als Faustregel für Aufnahmen ohne Stativ gilt: mögliche Verschlusszeit = 1/Brennweite. Die Verschlusszeit wird in Sekunden beziehungsweise einem Bruchteil davon angegeben.

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Die nächste „Stellschraube“ der Belichtung ist die Blende. Sie bezeichnet eine meist aus kreisförmig angeordneten Lamellen bestehende Vorrichtung im Objektiv, die den Lichtdurchlass enger oder weiter macht und so die Lichtmenge beeinflusst. Hier gilt zu beachten, dass die Blendenöffnung umso größer wird, je kleiner Sie den Blendenwert wählen.

Außerdem hat die Blende Einfluss auf die Schärfentiefe: Je größer Sie den Blendenwert wählen, desto stärker wandert die Schärfeebene nach hinten. Andererseits erhalten Sie mit einer offenen Blende einen scharfen Vordergrund und einen unscharfen Hintergrund, wie es beispielsweise bei Porträts oft gewünscht ist.

Blendenwerte werden meist mit f.xx oder F/xx angegeben. Das „F“ ist dabei eine Kurzform von „F-Stop“ (Focal Length Stop = Blendenschritt). Übrigens können Sie die tatsächliche Blendenöffnung leicht errechnen. Die Formel lautet: Objektivbrennweite/Blende.

Der dritte Bildparameter ist die Lichtempfindlichkeit oder ISO-Zahl. Je höher Sie den Wert wählen, desto heller wird das Bild, da dabei alle Bildsignale verstärkt werden. Allerdings gilt dies auch für Störsignale, weshalb es bei hoher Lichtempfindlichkeit meist zu verstärktem Bildrauschen kommt. ISO Werte werden als ISO 100, ISO 200 etc. angegeben.

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Die genannten Bildparameter beeinflussen aber nicht nur einzeln die Helligkeit einer Aufnahme. Ändern Sie einen Wert, hat das auch Konsequenzen für die anderen beiden. Ein Beispiel dafür sind etwa die Halbautomatiken, also Blenden- und Zeitvorwahl beziehungsweise Blenden- und Zeitautomatik. Öffnen Sie beispielsweise die Blende um einen Wert, reduziert sich automatisch die Belichtungszeit um einen Wert. Möchten Sie andererseits eine kürzere Belichtungszeit erlangen, stellt die Kamera automatisch eine offenere Blende ein. Manche Kameras bieten neben Blenden- und Zeitvorwahl auch eine ISO-Vorwahl. Ist sie aktiv, wählt die Kamera automatisch Blende und Verschlusszeit für eine optimale Belichtung.

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