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Fernzugang

Fritz!Box-VPN für Windows 7 und Windows 8

14.11.2014 | 09:21 Uhr |

AVM stellt für den Zugriff per VPN auf die Fritzbox das Tool Fritz Fernzugang zur Verfügung, das jedoch nicht mit Windows 7 und 8 funktioniert. Wie Sie den Zugriff auch unter den neuen Windows-Systemen erhalten, erklären wir in diesem Tipp.

AVM stellt für den Zugriff per VPN auf die Fritzbox das Tool Fritz Fernzugang zur Verfügung, einen Windows-Client, mit dem Sie von einem Windows-Rechner aus eine Verbindung zu Ihrer Fritzbox daheim und in Ihr Netzwerk aufbauen können. Allerdings funktioniert das nicht mit Windows 7 und 8.x, sondern nur mit den Vorgänger-Versionen des Betriebssystems, etwa Vista. Auf Anfrage von PC-WELT erklärte der AVM-Support dazu, dass der VPN-Treiber von AVM, den Fritz Fernzugang installiert, nicht kompatibel sei zu dem Treiber „Mobile Breitbandverbindung“, den Windows 7 und 8.x mitbringen. Diesen Treiber verwenden insbesondere UMTS-Geräte wie Smartphones, wenn Windows über sie eine Verbindung zum Internet aufbaut, also auf das interne Modem dieser Geräte zugreift. Auch der „HUAWEI Mobile Connect“-Treiber des chinesischen Unternehmens Huawei wird nicht unterstützt.

Trotzdem sieht AVM keinen Handlungsbedarf. Das Unternehmen verweist darauf, dass einige Hersteller für ihre Smartphones und UMTS-Sticks eigene Software entwickelt haben, beispielsweise WAN-Miniport-Treiber.

So klappt´s auch mit Windows 7 und 8: Wichtiger ist jedoch, dass es seit der Version 6 des Fritz OS, also des internen, auf Linux basierenden Betriebssystems der Fritzbox, in den populären Fritz-Geräten eine Benutzerverwaltung gibt. Sie erreichen sie über „System“ und „FRITZ!Box-Benutzer“. Nachdem Sie dort einen Benutzer inklusive Kennwort eingerichtet haben, können Sie über „Internet“, „Freigaben“ und „VPN“ die VPN-Zugänge für die Fritzbox intern verwalten. Beachten Sie, dass Sie am unteren Rand des Menüs die Ansicht auf „Erweitert“ stellen müssen, um Zugang zu diesen Optionen zu bekommen.

Klicken Sie dann im Register „VPN“ auf „VPN-Verbindung hinzufügen“ und markieren Sie „Fernzugang für einen Benutzer einrichten“. Klicken Sie auf „Weiter“ und neben dem Benutzer, für den Sie den VPN-Zugriff einrichten möchten“, auf den Button „Bearbeiten“. Markieren Sie im folgenden Fenster ganz unten unter „Berechtigungen“ die Option „VPN“ und klicken Sie auf „VPN-Einstellungen anzeigen“. Damit öffnen Sie ein Fenster mit den Einstellungen, die Sie für Ihre VPN-Software benötigen, außerdem können Sie den Inhalt an dieser Stelle drucken. Als VPN-Software, also als Client, können Sie ein beliebiges Programm wählen, beispielsweise den eingebauten Client von Windows. Fritz Fernzugang benötigen Sie nicht mehr, das Tool sollte daher deinstalliert werden.

Richten Sie in der Benutzerverwaltung ein Benutzerkonto
ein und markieren Sie dann unter „Berechtigungen" ganz unten die
Option „VPN".
Vergrößern Richten Sie in der Benutzerverwaltung ein Benutzerkonto ein und markieren Sie dann unter „Berechtigungen" ganz unten die Option „VPN".

Tablets und Smartphones mit Android und Apples iOS haben übrigens keine Probleme mit dem Aufbau einer VPN-Verbindung zu einer Fritzbox. AVM hat unter www.pcwelt.de/avmandroid und www.pcwelt.de/avmapple Anleitungen auf seine Website gestellt, wie man bei diesen Betriebssystemen vorgeht.

Bleibt noch ein Problem: Ältere Modelle der Fritzbox wie die Fon WLAN 7270 arbeiten auch nach Einspielen der neuesten Updates lediglich mit Fritz-OS-Versionen wie der 05.54. Sie verfügen daher nicht über eine Benutzerverwaltung und die Möglichkeit, VPN-Verbindungen zu konfigurieren. Besitzer dieser Geräte können also nur mit Android und iOS oder mit älteren Windows-Versionen und dem Fritz Fernzugang auf die Boxen zugreifen.

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