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VDSL2-Bandbreite voll ausschöpfen

23.07.2014 | 15:31 Uhr |

Wenn man über viele Router hinweg Daten herunterlädt, bremsen die Bestätigungspakete den Download. Ein vergrößerter RWIN-Wert reduziert deren Zahl und verbessert so den Datendurchsatz.

Nun hat man mit VDSL2 und 50 MBit/s so richtig Bandbreite für zügige Downloads – aber gerade bei weit entfernten Download-Zielen tröpfeln die Daten trotzdem durch die Leitung. Der Grund sind meist die Laufzeiten für die Bestätigungspakete (ACK-Pakete), die sich bei langen Ping-Zeiten zu viel Zeit lassen. Empfängerseitig kann man mit einer Vergrößerung des RWIN-Werts für eine Beschleunigung sorgen: Dieser Wert gibt an, wie viele Daten der Empfänger ohne ACK-Paket entgegennehmen kann. Bei den heute üblicherweise guten Netzwerkverbindungen bietet sich dieses Verfahren an.

So geht’s: Öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows+E den Explorer, klicken Sie „Netzwerk“ mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Eigenschaften“. Klicken Sie auf „Adaptereinstellungen ändern“, klicken Sie dann den Adapter mit der rechten Maustaste an und wählen Sie wiederum „Eigenschaften“ und auf „Konfigurieren“. Wählen Sie nun den Reiter „Erweitert“ und hier den Eintrag „Empfangspuffer“. Vom Standardwert 256 ausgehend können Sie nun Werte eintragen, die aber durch 8 teilbar sein müssen. Bei einem Rechner mit 8 GB RAM darf man hier ohne weiteres verschwenderisch sein und den Höchstwert 2048 einsetzen – der mögliche Höchstwert unterscheidet sich von Netzwerkkarte zu Netzwerkkarte. Der Erfolg ist normalerweise sichtbar, wenn Sie alle Fenster der Netzwerkeinstellung mit OK geschlossen haben.

Für diese Änderung benötigte unter Windows 8.1 zumindest kein uns bekannter Treiber einen Neustart. Der Datendurchsatz in einem Gigabit/s-Netzwerk stieg durch diese Einstellung um ca. 12 Prozent – bei weniger breitbandigen Verbindungen hilft diese Einstellung nur, wenn die Pingzeit zwischen Client und Server ziemlich lang ist.

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