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So hält Ihr Akku länger

17.04.2008 | 10:46 Uhr |

Notebook und Handy begleiten Sie ständig. Daher wollen Sie alles Nötige tun, damit die Akkus leistungsfähig bleiben. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Die wichtigste Grundregel: Laden Sie den Akku nicht auf, bevor er entladen ist. Die Hersteller sichern nämlich nur rund 500 bis 1000 Lade- und Entladezyklen zu. Hier zählt jeder Ladevorgang – egal, wie viel Energie getankt wird. Diese Regel sollten Sie vor allem dann beherzigen, wenn Ihr Gerät noch mit einem Nickel-Cadmium-Akku arbeitet. Anders als bei den aktuellen Lithium-Ionen-Akkus tritt hier der Memory-Effekt verstärkt auf: Der Akku scheint sich den Energiebedarf zu merken. Wird er nur unvollständig aufgeladen, weil etwa noch Restenergie vorhanden war oder der Ladevorgang vorzeitig abgebrochen wurde, stellt er mit der Zeit nur noch diese Energiemenge zur Verfügung. Es lohnt sich deshalb, einen Zweitakku zu kaufen. So können Sie den ersten stets komplett entladen und weiterarbeiten, auch wenn gerade keine Steckdose zur Hand ist.

Netzbetrieb: Arbeiten Sie mit Ihrem Notebook längere Zeit am Stromnetz, sollten Sie den Akku herausnehmen und an einem kühlen Platz lagern. Denn im Gehäuse wird es sehr warm – vor allem beim Netzbetrieb. Wärme aber schädigt die Zellen des Akkus und senkt so dessen Lebensdauer. Ein weiterer Grund, warum Sie den Akku entfernen sollten: Sie können so die Ladezyklen erheblich reduzieren. Denn die Ladeüberwachung des Akkus sorgt dafür, dass er bereits bei 95 Prozent Restenergie wieder aufgeladen wird. Diese Grenze ist wegen der Selbstentladung des Akkus rasch erreicht. Auch hier ist wieder die Wärme im Gehäuse verantwortlich: Je höher die Umgebungstemperatur, desto größer ist die Selbstentladung des Akkus. Selbst wenn das Notebook ausgeschaltet ist, verliert der Akku Energie, weil im Gerät Kriechströme fließen. Dabei handelt es sich um einen nicht vermeidbaren Stromfluss an der Oberfläche der isolierenden Schichten eines Akkus. Je nach Beschaffenheit des Notebooks, dem verwendeten Akkutyp und dessen Ladestand können Kriechströme nach einiger Zeit zu einer Tiefentladung des Akkus führen – und diese kann den Akku zerstören.

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