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USB-Stick-Tempo mit Windows-Bordmitteln überprüfen

14.10.2016 | 13:15 Uhr |

Das Schreib- und Lesetempo eines USB-Sticks können Sie unter Windows mit Bordmitteln testen, wenn Sie die Kommandozeile nutzen.

In vielen Fällen ist es egal, wie schnell ein USB-Stick Daten lesen oder schreiben kann: Er soll einfach als kleiner und tragbarer Speicher dienen. Wenn Sie jedoch regelmäßige Backups auf dem Stick ablegen oder Rettungstools sowie Betriebssysteme darüber starten wollen, spielt sein Tempo eine große Rolle. Mit einem Windows-Tool können Sie schnell und einfach überprüfen, welches Tempo der USB-Stick erreichen kann. Unter Windows 7 gewinnen Sie mit dem Windows-Leistungsindex einen groben Überblick über die Hardwarefähigkeiten Ihres Rechners. Finden können Sie das Tool unter „Systemsteuerung -> System -> Windows-Leistungsindex prüfen“. Windows testet aber nur interne Komponenten wie Prozessor, Grafkkarte und die Festplatte mit dem Betriebssystem.

Ab Windows 8.1 lässt sich der Leistungsindex nicht mehr über die Benutzeroberfläche aufrufen. Sie müssen die Kommandozeile bemühen: Das ist allerdings ohnehin sinnvoller, weil Sie so einzelne und umfassendere Tests durchführen können, zum Beispiel, um die Datenrate eines Sticks zu ermitteln. Starten Sie die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Für einen kurzen Überblick über das Tempo des Sticks genügen Einzeltests, die die Lese- und Schreibgeschwindigkeit abfragen. Wollen Sie herausfinden, ob der USB-Stick schnell genug ist, um ein Betriebssystem zu starten, empfehlt es sich, einen Test der Leserate bei zufälligen Dateizugriffen durchzuführen. Ermitteln Sie zunächst den Laufwerksbuchstaben des Speichersticks. Lautet er etwa „d“, geben Sie für diesen Test in der Kommandozeile folgenden Befehl ein:

winsat disk -ran -read -drive d

Nach dem Test zeigt Winsat die ermittelte Datenrate sowie den Windows-Leistungsindex in Punkten an. Um große Dateien zu übertragen, sollte der Stick eine hohe sequenzielle Datenrate aufweisen. Diese testen Sie unter Winsat mit folgendem Befehl:

winsat disk -seq -read -drive d

Wollen Sie Daten auch schnell auf dem Stick speichern, kommt die Schreibrate ins Spiel. Diese können Sie mit den oben genannten Befehlen testen: Sie müssen dann den Befehl -read durch -write ersetzen. Ein entsprechender Befehl in der Kommandozeile lautet daraufhin wie folgt:

winsat disk -ran -write -drive d

Nutzen Sie dabei den Parameter „ran“, wenn Sie viele kleine Dateien auf den USB-Stick übertragen. Der Parameter „seq“ gibt das zu erwartende Tempo bei wenigen, großen Dateien wieder.

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