30.12.2011, 10:35

Heinrich Puju

USB-Probleme

Das USB-Gerät wird nicht erkannt - was nun?

USB-Geräte werden nicht immer sofort erkannt. Wir zeigen, wie Sie nachhelfen können. ©iStockphoto.com/Abalcazar

Nahezu jedes PC-Zubehörteil hat einen USB-Anschluss. Umso ärgerlicher, dass dieser oft nicht erkannt wird. Wir verraten Tricks, um USB-Geräte zum Laufen zu bringen.
Nach dem Einstöpseln des USB-Steckers am PC wird das Gerät von Windows in Betrieb genommen. Was aber tun, wenn das Betriebssystem das USB-Gerät nicht erkennt?

Externe Fehlerquellen: Zunächst sollten Sie überprüfen, ob das USB-Anschlusskabel eventuell einen Knick hat. Dieser kleine Fehler kann schon die Ursache des Problems sein.

Wenn das Kabel optisch in Ordnung ist, überprüfen Sie die Stromversorgung. USB-Geräte wie Drucker, große Festplatten im 3,5-Zoll-Format, Scanner oder Digitalkameras brauchen eine externe Stromquelle. Wenn die Stromzufuhr unterbrochen ist, werden sie nicht erkannt. Stöpseln Sie also das USB-Gerät aus, und überprüfen Sie das Netzteil. Ziehen Sie das Stromkabel aus der Steckdose, kontrollieren Sie es, und stecken Sie es wieder ein. Schalten Sie das Gerät gegebenenfalls ein und aus. Funktioniert alles, stecken Sie es wieder an den PC, am besten an eine andere USB-Buchse.
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Zu schwacher USB-Strom: USB-Geräte mit niedrigem Energiebedarf wie USB-Speicherstifte, Kabelmäuse, Tastaturen und Internetkameras erhalten den nötigen Strom von der USB-Buchse des PCs. Allerdings kann es vorkommen, dass die Leistung des USB-Verteilers, des so genannten „USB-Hubs“, nicht ausreicht, um das zusätzlich angeschlossene Gerät zu versorgen.

Ob dies die Ursache ist, überprüfen Sie so: Entfernen Sie das Gerät, das nicht erkannt wird. Dann stöpseln Sie möglichst viele andere USB-Geräte ab und schließen das neue Gerät wieder an. Wird es dann erkannt, so handelt es sich um ein Problem der Stromverteilung.

Um den Engpass aufzuheben, hilft es mitunter, stromhungrige Geräte auf verschiedene USB-Hubs zu verteilen, also beispielsweise bei zwei externen 2,5-Zoll-Festplatten eine vorne und eine hinten am PC anzuschließen. Gerade bei Festplatten, deren Strombedarf beim Anlaufen bisweilen die USB-2.0-Grenze von 500 Milliampere kurz überschreiten kann, schafft diese Verteilung die erforderliche Toleranz.
Externe USB-Verteiler: Für den Anschluss weiterer USB-Geräte empfiehlt sich der Einsatz externer USB-Hubs mit einem eigenen Netzteil. Wer lieber in seinen PC einen weiteren internen USB-Verteiler einbauen möchte, sollte gleich die Chance nutzen, einen leistungsstärkeren USB-3.0-Hub zu integrieren. Der überträgt nämlich nicht nur Daten schneller als die USB-2.0-Technik, sondern versorgt seine USB-Buchsen auch mit höherer Spannung: bis zu 900 Milliampere.

Um in Windows zu überprüfen, wie stark die USB-Verteiler im PC belastet sind, klicken Sie in der Systemsteuerung auf „System und Sicherheit, Geräte-Manager“. Im Geräte-Manager werden nach einem Doppelklick auf „Generic USB Hub“ oder „USB-Controller“ die vorhandenen USB-Hubs aufgelistet. Nach Doppelklick auf einen Verteiler sehen Sie auf der Registerkarte „Stromversorgung“ den Energiebedarf der angeschlossenen USB-Geräte.
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