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Tipps zum Einbau von Gehäuselüftern

08.09.2015 | 09:39 Uhr |

Wir zeigen, was es bei der Wahl eines PC-Lüfters zu beachten gibt und wie Sie ihn optimal einbauen.

Die Belüftung von PCs spielt eine elementare Rolle – bei zu großer Hitzentwicklung schalten sich Komponenten wie Netzteile, CPUs oder Grafikkarten ab gewissen Temperaturen ab oder werden sogar irreparabel beschädigt. Natürlich verfügen diese Teile über eigene Kühlungen, doch durch den Einbau zusätzlicher Gehäuselüfter können Sie die Wärmeabfuhr weiter verbessern. So verlängern Sie mitunter die Lebensdauer und stellenweise sogar die Leistungsfähigkeit der Hardware.

Was zu beachten ist: Beim Einbau gibt es jedoch einige Punkte, die Sie beachten sollten. Das fängt mit der Auswahl der Lüfter an: Die Einheit UPM - Umdrehungen pro Minute (Englisch: RPM - revolutions per minute) gibt an, wie schnell der Lüfter arbeitet. In der Regel sorgt eine hohe Drehzahl für einen kräftigeren Luftstrom, dafür müssen Sie dann auch eine höhere Lautstärke hinnehmen. Das trifft mittlerweile aber nicht mehr auf alle Lüfter zu. Lagerungen, Techniken und Lüfterblätter-Designs sind mittlerweile recht ausgefeilt sind und arbeiten trotz hoher Umdrehungen recht leise. Vor allem bei teuren Modellen ist das oft so – aber mitnichten die Regel.

Des Weiteren gilt es darauf zu achten, ob der Lüfter die Technik PWM (Pulsweitenmodulation) beherrscht: Dadurch lässt sich die Lüftergeschwindigkeit regulieren. Diese Lüfter arbeiten dann nur mit den Umdrehungen, die aktuell nötig sind - sofern sie an eine Lüftersteuerung oder das Mainboard angeschlossen sind, über die sich das steuern lässt.  Wenn das System also nicht ausgelastet ist, drehen die Lüfter langsam, während es bei großer Auslastung flotter zugeht. Die PWM-Kompatibilität erkennen Sie auch am Anschluss, denn der Stecker ist in diesem Fall vierpolig statt nur zwei- oder dreipolig.

Der nächste Schritt ist die Wahl des Durchmessers, den die Hersteller stets in Millimeter angeben: Üblich sind aktuell 120 Millimeter – das heißt, ein Lüfter hat dann die Abmessungen 120 x 120 Millimeter. Natürlich gibt es auch kleinere und größere Modelle. Auch hier ist die Faustregel ähnlich wie bei der Geschwindigkeit: Je größer, desto mehr Luft kann er befördern. Allerdings kommt es auch darauf an, welche Lüfter in Ihr Gehäuse passen. Üblicherweise sind das Lüfter mit 120 und 140 Millimetern. In Ihrem Gehäuse-Handbuch finden Sie alle nötigen Informationen dazu.

Unsere Empfehlung: Greifen Sie grundsätzlich lieber zu größeren, etwas langsamer drehenden Lüftern als zu kleineren Modellen mit hohen Umdrehungen pro Minute.

Jetzt geht es an die Einbaurichtungen der Lüfter: In der Praxis bewährt sich der Unterdruck, bei dem ein Lüfter in der unteren Front Luft einsaugt und ein Lüfter an der oberen Rückseite diese wieder nach außen abführt. Möchten Sie die Kühlleistung weiter verbessern, dann bauen Sie noch einen Lüfter in den Deckel ein, der sich über der CPU befinden sollte und der ebenfalls die Luft absaugt. Bei dieser Kühllösung machen Sie sich einfachste Physik zunutze: Hitze steigt nach oben, während Kälte am Boden bleibt. Damit der Einbau richtigherum erfolgt, sind auf den Lüftern zwei kleine Pfeile angebracht, die zum einen die Drehrichtung und zum anderen die Richtung des Luftzugs anzeigen.

Wenn Sie alles richtig machen wollen oder über ein empfindliches Gehör verfügen, dann sollten Sie die Lüfter auch noch vom Gehäuse entkoppeln, denn sonst gibt das sich bewegende Teil (Lüfter) seine Schwingungen an das Gehäuse weiter. So reichen bereits Beilagscheiben aus Gummi aus, die Sie zwischen dem Lüfter und dem Gehäuse auf die Schraube setzen. Manche Lüfter sind allerdings schon ab Werk mit einer Gummipufferung versehen.

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