693646

Intelligentes Backup mit Quickpar

12.06.2008 | 11:26 Uhr |

Sie haben einen Ordner mit wichtigen Dateien und möchten sicherstellen, dass einzelne Dateien weder verändert noch gelöscht werden. Wenn Sie ein Backup aller Dateien anfertigen, müssen Sie es jedes Mal komplett zurückschreiben, falls Sie befürchten, dass einige der Dateien verändert wurden. Eine intelligentere Lösung ist der Einsatz von Paritätsdateien. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem mit Quickpar lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Paritätsdateien (Endung PAR oder PAR2) sind vorwiegend im Usenet verbreitet, können jedoch auch auf dem lokalen System praktische Helfer sein. Alle Paritätsdateien der ersten Generation (PAR) hatten immer die Größe der größten Quelldatei. Gerade bei Dateien sehr unterschiedlicher Größe wurde das PAR-Archiv schnell umfangreich und redundant.

Der neuere Algorithmus bündelt zunächst alle zu sichernden Dateien und zerstückelt diesen großen Klotz dann in gleichmäßige kleine Blöcke. Das Ergebnis ist verblüffend: Zum einen werden weniger Sicherungsdaten benötigt, um einzelne Blöcke in veränderten Dateien wiederherzustellen; zum anderen läuft die Reparatur gerade bei kleinen Veränderungen deutlich zügiger ab.

Tool einsetzen: Der bequemste Freeware-Client zum Erstellen von PAR2-Archiven unter Windows ist :Quickpar 0.9.1 . Zum Erstellen einer Sicherung gehen Sie so vor:

1. Nach dem ersten Start von Quickpar wählen Sie die Schaltfläche "Optionen". Dann aktivieren Sie "mit PAR2 Dateien verknüpfen" und klicken auf "OK".
2. Gehen Sie auf "Dateien hinzufügen", und wählen Sie die zu sichernden Dateien.
3. Bestimmen Sie anhand des Reglers "Anzahl der" die Anzahl und somit auch die Größe der Blöcke. Da Paritätsarchive per Definition kein vollständiges Backup sind, gilt hier folgende Richtlinie: Je kleiner Sie die Blöcke wählen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Reparatur fehlerhafter Dateien gelingt. Ebenso unwahrscheinlicher wird es aber auch, dass sich gelöschte Dateien rekonstruieren lassen.
4. Der zweite Regler trägt den Namen "Redundanz". Er legt in Verbindung mit dem in Schritt 3 genannten Regler fest, wie groß Ihr PAR2-Archiv wird. Somit steuert er auch, wie viele fehlende beziehungsweise fehlerhafte Dateien wiederhergestellt oder repariert werden können. Ein guter Kompromiss ist hier ein Wert zwischen 20 und 30 Prozent.
4. Lesen Sie in der Zeile "Anzahl der fehlenden Dateien, die vollständig wiederhergestellt werden können", wie viele Dateien minimal und maximal wiederhergestellt werden können. Dieser Richtwert ergibt sich aus den Reglerwerten. Passt alles, starten Sie den Vorgang über "Erstellen".

Um später zu prüfen, ob Dateien verändert wurden, und um sie gegebenenfalls zu reparieren, klicken Sie einfach rechts auf die kleinste Datei Ihres PAR2-Archivs und wählen "Mit Quickpar öffnen".

0 Kommentare zu diesem Artikel
693646