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Ältere Add-ons auch in der neuen Version nutzen

19.04.2010 | 11:00 Uhr |

Thunderbird lässt sich als Update problemlos installieren und übernimmt auch die vorherigen Einstellungen. Doch einige der bis dahin verwendeten Add-ons funktionieren anschließend nicht mehr.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Durch kleine Anpassungen im Programmcode können Sie in vielen Fällen betroffene Add-ons auch unter Thunderbird 3 verwenden. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass dieses Verfahren in jedem Fall funktioniert. Einige wenige Add-ons laufen tatsächlich nur mit der älteren Programmversion.

Schritt 1: Beenden Sie Thunderbird, und öffnen Sie im Windows-Explorer das Verzeichnis „%Appdata%\Mozilla\Thunderbird\Profiles\“. Hier finden Sie ein Profilverzeichnis mit dem Ordnernamen „[Zeichenfolge].default“, wobei „[Zeichenfolge]“ ein zufällig bei der Installation erzeugter Ordnername ist.

Schritt 2: Im Profilverzeichnis wechseln Sie in den Ordner „Extensions“. Hier sehen Sie für jedes Add-on ein eigenes Verzeichnis. Die Namen der Ordner enthalten in der Regel die Bezeichnung des Add-ons. Bei älteren Programmen besteht der Name aber aus einer langen ID-Nummer. In diesem Fall müssen Sie die im Ordner enthaltene Datei Install.RDF in einem Text-Editor öffnen und nach dem Namen suchen. Sie finden ihn meist am Anfang des Dokuments hinter dem Schlüssel „<em:name>“.

Thunderbird Add-on Kompatibilität
Vergrößern Thunderbird Add-on Kompatibilität
© 2014

Schritt 3: Suchen Sie in der RDF-Datei nach „<em:maxversion>“ unterhalb von „<em:targetapplication>“ oder bei älteren Add-ons hinter „RDF:Description“. Es gibt wahrscheinlich mehrere Abschnitte, die mit „<em:targetapplication>“ beginnen. Jeder davon trägt eine eindeutige ID hinter „<em:id>“. „3550f703-e582-4d05-9a08-453d09bdfdc6“ steht hier für Thunderbird und „{ec8030f7-c20a-464f-9b0e-13a3a9e97384}“ für Firefox, da einige Add-ons für das Mailprogramm auch im Browser funktionieren. Ändern Sie den Wert hinter „<em:maxversion>“ für Thunderbird auf „3.0.*“. Dann funktioniert das Add-on für Thunderbird 3.0 und höher. Speichern Sie die RDF-Datei, und beenden Sie den Editor.

Schritt 4: Verschieben Sie den Addon-Ordner in ein beliebiges anderes Verzeichnis, und starten Sie Thunderbird. Beenden Sie das Programm, verschieben Sie den Add-on-Ordner zurück in das Verzeichnis „Extensions“, und starten Sie Thunderbird erneut. Dieser Schritt ist nötig, damit Thunderbird das bisher deaktivierte Add-on wieder akzeptiert.

Schritt 5: Gehen Sie auf „Extras, Add-ons“, und aktivieren Sie das Addon. Danach müssen Sie Thunderbird noch einmal neu starten. Das Add-on sollte jetzt wie gewohnt funktionieren. Wenn nicht, sind wahrscheinlich größere Änderungen nötig, die aber nur der Entwickler durchführen kann. In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die vorgenommenen Änderungen rückgängig zu machen und auf ein Update zu warten.

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