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Tarndateien: Geheimes raffiniert verstecken

Vor zweieinhalb Jahren hat sich PC-WELT an einer interessanten technischen Herausforderung versucht: Das Anhängen von Dateien an eine Container-Datei, die trotz des Gepäcks normal erscheint und funktioniert. Wir haben diese Methode weiterentwickelt. Das Ergebnis: Mit unserem Programm "Hide & See" lassen sich bis zu 20 Dateien beliebigen Typs in einer Container-Datei verstecken.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Vor zweieinhalb Jahren hat sich PC-WELT an einer interessanten technischen Herausforderung versucht: Das Anhängen von Dateien an eine Container-Datei, die trotz des Gepäcks normal erscheint und funktioniert. Sinn solcher Container könnte es sein, vertrauliche Dateien zu verstecken, ohne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Diverse Möglichkeiten des Kennwortschutzes in Office- oder Packer-Software und die NTFS-Rechtevergabe erzeugen immer den Eindruck, hier habe jemand etwas zu verbergen.

Lösung:

Die aktuelle Lösung geht deutlich über die frühere DOS-Lösung hinaus: Unser Programm Hide&See für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP versteckt bis zu 20 Dateien beliebigen Typs in einer Container-Datei. Die Beschränkung haben wir in erster Linie eingebaut, weil das Tool Drag & Drop-fähig sein soll und Windows hier limitiert ist.

Sie installieren das Tool per Doppelklick. Sobald Sie die gewünschten Dateien auf das Hide&See-Symbol ziehen, erscheint ein Dialog mit der Frage, ob Sie diese Dateien zusammenpacken wollen. Wenn Sie bejahen, müssen Sie wählen, welche der Dateien als Container dienen soll. Am besten eignen sich Dateitypen als Container, die nie oder selten bearbeitet werden, etwa EXE, DLL, ZIP, MP3 oder WAV. Sie können auch Bilder oder Office-Dateien als Container benutzen, müssen dann aber daran denken, dass Ändern und Speichern die angehängten Dateien vernichtet.

Das Auspacken der Dateien geschieht ebenfalls über Hide&See, indem Sie einfach die Container-Datei auf das Icon ziehen. Sie erhalten dann sofort die Liste der enthaltenen Dateien und sehen somit, ob es sich um den gewünschten Container handelt. Mit "Ja" extrahieren Sie die Daten in das Verzeichnis der Container-Datei.

Beachten Sie, dass Hide & See in erster Linie auf die Tarnung setzt und die eingepackten Daten einfach unverschlüsselt in die Tarndatei schreibt. Abhängig vom jeweiligen Format sind sie also durchaus mit einem Hex-Editor lesbar.

Die Fußzeile der Container-Datei mit allen Angaben zu Dateinamen und Ladeadressen haben wir in einfacher Form verschlüsselt. Hide & See benötigt keinerlei Informationen außerhalb des Containers - keine Registry, INI-Datei oder Ähnliches.

Das zusätzliche, optionale Programm HS-BRAND.EXE personalisiert Ihr Hide & See. Nach dem Branding arbeitet Hide & See mit einem von Ihnen festgelegten Passwort. Die damit erstellten Container lassen sich nur noch mit genau Ihrem Hide & See-Tool extrahieren. Kopieren Sie einfach beide Programme in den gleichen Ordner und führen Sie HS-BRAND.EXE aus.

Für technisch Interessierte:

Jeder Basic- Kundige kann sich anhand des Codes Einblick in die Funktionsweise verschaffen. Die Heft-CD liefert den - bis auf wenige Zeichen - kompletten Quellcode des kleinen Programms. Dieser ist allerdings für den 32-Bit-Compiler Powerbasic (englischsprachig; für Windows 95/98/ME, NT 4, 2000 und XP; www.powerbasic.com , rund 200 Dollar) geschrieben und nur mit diesem neu zu kompilieren. Der Compiler erzeugt extrem kleine und schnelle EXE-Dateien.

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