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TV-Sendung auf USB-Medium aufzeichnen

14.06.2016 | 15:10 Uhr |

USB-Recording können viele Fernseher. Wie die TV-Aufnahme auf Stick oder Festplatte funktioniert, erklärt der Tipp.

Sie können nicht immer zu Hause sein, wenn der Lieblingsverein spielt oder die favorisierte Serie gerade im Fernsehen läuft. Kein Problem, wenn die Sendungen in der Mediathek des Kanals verfügbar sind. Dann können Sie sie zeitversetzt abrufen. Allerdings klappt das bei vielen Sportveranstaltungen nicht, da sie aus rechtlichen Gründen nicht übers Internet ausgestrahlt werden dürfen. Die Lösung: Sie nehmen die Sendung über Ihren Fernseher auf eine USB-Festplatte oder einen Stick auf.

PVR-fähiger Fernseher: Das Kürzel steht für Personal Video Recorder und bezeichnet die USB-Recording-Funktion von Fernsehern. Ob Ihr TV das Aufnehmen auf einen USB-Datenträger beherrscht, können Sie im Datenblatt nachlesen oder einfach über die Fernbedienung ausprobieren. Während eine Sendung läuft, drücken Sie entweder auf die Taste „Record“ oder „Pause“. Meldet sich das Gerät mit „Die Aufnahme-(oder Timeshift-)Funktion ist nicht verfügbar“, kann Ihr Gerät Sendungen auf USB-Speichermedien aufzeichnen. Es meckert nur, weil es erkennt, dass gerade kein Speicher angeschlossen ist. Hat Ihr Fernseher mehrere USB-Ports, erkennen Sie den passenden Anschluss für das USB-Recording an der Beschriftung mit dem Kürzel „HDD“ oder „HDD IN“.

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Der richtige USB-Speicher: Für die Aufzeichnung einer Sendung können Sie entweder eine USB-Festplatte oder einen USB-Stick anschließen. Es gelten Mindestvoraussetzungen: So spricht etwa Samsung von einem Stick mit der Bezeichnung „Highspeed-USB“. Er sollte eine Lesegeschwindigkeit von mindestens 20 Mbit pro Sekunde und eine Schreibgeschwindigkeit von mindestens 34 Mbit pro Sekunde mitbringen. Dazu setzt der Hersteller eine Mindestkapazität von 8 GB voraus.

Bei externen USB-Festplatten macht der Fernseher in der Regel keinen Unterschied, ob es sich um eine 2,5- oder 3,5-Zoll-Platte handelt. Gleichzeitig reicht eine Platte mit USB-2.0-Schnittstelle vollkommen aus. Es funktionieren jedoch auch externe Festplatten mit USB-3.0-Anschluss. Bei Festplatten mit 3,5-Zoll-Formfaktor empfiehlt sich, das externe Netzteil zu nutzen. Damit stellen Sie sicher, dass das Gerät mit genügend Energie versorgt ist.

Bei Festplatten gilt eine Mindestkapazität von 160 GB. Bis zu 500 GB gibt es meist keine Probleme. Liegt die Kapazität der Platte darüber, kann es sein, dass sie nicht erkannt wird, da die Speicherverwaltung des Fernsehers darauf nicht ausgelegt ist. In diesem Fall hilft es, die Platte zu partitionieren. Achten Sie zudem darauf, dass sie im Format NTFS formatiert ist.

TV-Aufzeichnung: Stecken Sie den Datenträger erstmals in den USB-Anschluss des Fernsehers, fordert Sie das Gerät auf, das Medium zu formatieren. Ist die Festplatte partioniert, wählen Sie die richtige Partition aus. Allerdings können nicht alle TVs mit Partitionen umgehen. Testen Sie daher mit einem unwichtigen Speichermedium, wie sich Ihr Fernseher verhält. Haben Sie nur einen Datenträger, speichern Sie eventuell darauf vorhandene Daten auf einem anderen Medium oder der Festplatte Ihres Rechners ab, bevor Sie sie an den TV anschließen. Es gilt immer: Beim Formatieren überschreibt das TV-Gerät die Daten auf dem externen Medium. Da jeder Fernseher ein eigenes Speicherformat verwendet, lassen sich aufgezeichnete Sendungen in der Regel nur an diesem Fernseher wiedergeben. Fürs Archivieren taugt USB-Recording daher nicht.

Speicherplatz pro aufgezeichneter Stunde: Der benötigte Speicherplatz auf der Festplatte oder dem Stick hängt von der Datenrate ab, mit der das Programm vom Sender ausgestrahlt wird. Rechnen Sie bei einer Sendung in HD-Qualität mit einem Platzbedarf von 4 bis 6 GB pro aufgezeichneter Stunde. Bei Sendungen in SD-Qualität liegt der Bedarf halb so hoch.

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Restriktionen der Sender: Ob sich eine Sendung aufzeichnen lässt, bestimmt der Sender. Mit den Öffentlichen Rechtlichen haben Sie in der Regel kein Problem. Diese Sendungen lassen sich aufzeichnen. Bei den Privaten ist die Sache komplizierter, denn hier kommt es auch darauf an, wie Sie die Kanäle empfangen. Nutzen Sie einen Satelliten und empfangen die Kanäle in SD-Qualität, lassen sich Sendungen meist aufnehmen. Bei HD-Qualität via Satellit sind Sie an eine HD+-Karte gebunden, die das Entschlüsseln übernimmt und kostenpflichtig ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Sendungen von Privaten in HD aufnehmen lassen. Das entscheiden die Sender von Fall zu Fall. Und Sie sind weiteren Einschränkungen unterworfen: So lassen sich Aufzeichnungen meist nicht vorspulen, um Werbeblöcke zu überspringen. Gleichzeitig bestimmen die Sender hier zusätzlich, wie lange sich Aufzeichnungen abspielen lassen. So kann es sein, dass die Aufnahme beispielsweise nach fünf Tagen nicht mehr abspielbar ist. Empfangen Sie die Privatsender über Kabel, bestimmt der Betreiber, wie er mit Aufzeichnungen umgeht.

Fernseher-Verhalten: Für das USB-Recording muss der Fernseher nicht in Betrieb sein. Allerdings sollte der USB-Anschluss, an dem der Stick oder die Platte angeschlossen ist, trotzdem genug Strom bereitstellen, um das Speichergerät zu versorgen. Probieren Sie das mit Ihrem Fernseher aus. Reicht die Energieversorgung nicht aus, sorgen Platten mit externem Netzteil für Abhilfe. Bei Fernsehern mit Twin-Tunern können Sie eine Sendung aufnehmen, während Sie eine andere Sendung ansehen.

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