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System-Backup: Systemstatus sichern und wiederherstellen

Sie möchten unter Windows 2000 oder XP Professional testweise ein Programm oder einen Treiber installieren, sind aber nicht ganz sicher, ob sich die Software mit Ihrem System verträgt. Ihnen steht keine Testinstallation des Betriebssystems zur Verfügung, und Ihr bis jetzt stabiles System wollen Sie nicht durch solche Experimente gefährden. Die PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie den Systemstatus zuverlässig sichern und wiederherstellen können.

Anforderung

Fortgeschrittener, Profi

Zeitaufwand

Hoch

Problem:

Sie möchten unter Windows 2000 oder XP Professional testweise ein Programm oder einen Treiber installieren, sind aber nicht ganz sicher, ob sich die Software mit Ihrem System verträgt. Ihnen steht keine Testinstallation des Betriebssystems zur Verfügung, und Ihr bis jetzt stabiles System wollen Sie nicht durch solche Experimente gefährden.

Lösung:

In diesem Fall sollten Sie nicht allein der Notfalldiskette vertrauen. Windows 2000 und XP Professional enthalten ein Sicherungsprogramm, mit dessen Hilfe Sie als Administrator ein Backup des aktuellen Systemzustands anlegen können.

Sie finden es unter "Start, Programme, Zubehör, Systemprogramme, Sicherung". Sie starten es mit dem Kommando NTBACKUP.EXE auf der Befehlszeile oder per "Start, Ausführen" im Start-Menü.

Um den Systemstatus zu speichern, können Sie auf den "Sicherungs-Assistenten" verzichten und stattdessen direkt auf die Registerkarte "Sichern" klicken. Hier markieren Sie in der Liste im linken Fenster lediglich den fast am Ende stehenden Punkt "Systemstatus". Darunter geben Sie im Feld "Sicherungsmedium oder Dateiname" den vollständigen Pfad ein, auf dem das Backup gespeichert werden soll. Wählen Sie unbedingt einen aussagekräftigen Namen für die Backup-Datei, denn Sie müssen diese bei einer späteren Wiederherstellung manuell auswählen. Die Backup-Dateien erhalten übrigens die Extension BKF.

Für die Sicherung müssen Sie zwischen 220 und 240 Megabyte Speicherplatz einplanen. Zum Systemstatus gehören die Registry-Dateien, die COM+-Daten und die Systemdateien. Bei einer frischen Installation umfasst ein Backup dieser Daten bereits mehr als 1600 Dateien.

Nach einem Klick auf "Sicherung starten" geben Sie einen Text ein, der später im Feld "Beschreibung" das Backup identifiziert. Die Optionen im Feld "Wenn der Datenträger bereits Sicherungen enthält" sind wichtig, wenn Sie im Lauf der Zeit mehrere Backups anlegen. Beim ersten Backup spielen diese Einstellungen noch keine Rolle. Wenn Sie später ein Backup mit einem aktuellen überschreiben möchten, dann aktivieren Sie "Daten auf dem Medium <...> ersetzen". Auch die anderen Voreinstellungen können Sie beibehalten. Über "Starten" beginnen Sie mit der Sicherung.

Das Wiederherstellen eines gesicherten Status ist komplizierter als das Anlegen des Backups. Starten Sie dazu wieder NTBACKUP.EXE, und wählen Sie diesmal "Wiederherstellen". In der Liste klicken Sie doppelt auf den Eintrag "Datei" und anschließend ebenfalls doppelt auf "Medium". Im rechten Fenster sehen Sie nun die Erstellungsdaten und die Beschreibungen, die Sie zuvor eingegeben haben. Bevor Sie mit dem Wiederherstellen beginnen können, müssen Sie die passende Backup-Datei manuell auswählen. Nach einem Doppelklick auf "Systemstatus" verlangt das Programm nach dem Dateinamen. Wenn Sie mehrere Backups angelegt haben, zahlt sich ein aussagekräftiger Dateiname spätestens jetzt aus.

Um zu testen, wie zuverlässig sich das System auf diese Weise wiederherstellen lässt, spielten wir einer Windows-2000-Installation übel mit: Wir machten Registry-Einträge unbrauchbar, beschädigten Programmbibliotheken in den Systemverzeichnissen und installierten eine fehlerhafte Version des Internet Explorers 6.

Die Wiederherstellung machte alle Manipulationen rückgängig und setzte das System zuverlässig zurück. Ein Problem bleibt trotzdem: Wenn Windows 2000 oder XP schon beim Startvorgang hängen bleibt, kommen Sie auch an den gesicherten Systemstatus nicht mehr heran. In diesem Fall hilft weiterhin nur die Wiederherstellungskonsole oder die Reparaturfunktion der Setup-CD mit einer zuvor erstellten Notfalldiskette.

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