720810

Startoptionen für die Eingabeaufforderung

07.01.2004 | 10:55 Uhr |

Die grafische Oberfläche der Eingabeaufforderung CMD.EXE finden Sie nicht besonders komfortabel. Außerdem vermissen Sie eine einfache Navigation und Drag&Drop-Funktionalität. Verglichen mit COMMAND.COM aus Windows 9x/ME hat der CMD-Prompt von Windows 2000/XP einen Quantensprung in Sachen Komfort hinter sich. Dass er sich dennoch standardmäßig erst mal spartanisch präsentiert, ist mit einer Startbatch einfach zu korrigieren. PC-WELT zeigt Ihnen wie es funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Die grafische Oberfläche der Eingabeaufforderung CMD.EXE finden Sie nicht besonders komfortabel. Außerdem vermissen Sie eine einfache Navigation und Drag&Drop-Funktionalität.

Lösung:

Verglichen mit COMMAND.COM aus Windows 9x/ME hat der CMD-Prompt von Windows 2000/XP einen Quantensprung in Sachen Komfort hinter sich. Dass er sich dennoch standardmäßig erst mal spartanisch präsentiert, ist mit einer Startbatch einfach zu korrigieren. Statt also CMD.EXE solo aufzurufen, legen Sie am Desktop eine Verknüpfung mit folgendem Ziel an:

cmd.exe /k c:\windows\cmdstart.bat

Ihre Startbatch darf auch in jedem anderen Pfad liegen und kann einen anderen Namen tragen.

Ein relativ umfangreiches Beispiel für eine CMDSTART.BAT finden Sie in unserer Download-Datenbank hier . Die Batchdatei bietet diverse praktische Doskey-Makros zur Ordner-Navigation und Explorer-Integration, Informationen sowie Drag&Drop-Funktionen. Der Prompt wechselt automatisch in den Ordner eines gedroppten Objekts (Datei, Ordner oder Laufwerk) und zeigt dessen Datei-Informationen an. Einige Beispiele:

1.

Wichtige Ordner sind mit wenigen Buchstaben zu erreichen, so etwa der Desktop mit der Eingabe "desk". Der Ausgangsordner, von dem aus dieser Befehl eingegeben wurde, bleibt dabei gespeichert. Mit der Eingabe "-" kehren Sie dann sofort dorthin zurück.

2.

Nach "xd \sendto" wechselt CMD.EXE nacheinander in alle Sendto-Ordner des aktuellen Laufwerks und stoppt beim letzten. Alle übrigen sind mit "pushd" gespeichert und mit "-" oder "popd" sofort zu erreichen. Die Menge gespeicherter Ordner ist in der Titelleiste abzulesen. Mit dem Doskey-Makro "+" können Sie Ordner auch manuell speichern.

3.

Nach "select \normal.dot" öffnet der Windows-Explorer alle Ordner, die eine Datei mit diesem Namen enthalten, und markiert die Datei automatisch.

4.

Wenn Sie eine Datei auf die CMD-Verknüpfung ziehen, zeigt der Prompt unter anderem die damit gemäß Registry verknüpfte Anwendung an. Der Pfad von so gedroppten Objekten wird übrigens grundsätzlich als Variable %$% gespeichert, damit Sie den Pfad bequem mit beliebigen Befehlen verarbeiten können, etwa mit "uedit32 %$%" oder "copy %$% a:".

5.

Neben der Titelleiste erinnert Sie eine wechselnde Fensterfarbe daran, dass sich im Pushd-Verzeichnisspeicher noch Ordnernamen befinden.

Die Startbatch bietet noch mehr Beispiele, wie Sie die Arbeit mit dem Prompt komfortabler gestalten. Wenn Sie die Batch in einem Editor bearbeiten, lassen sich unnötige Funktionen leicht entfernen und fehlende einfügen. Außerdem sollten Sie die Größe und Lesbarkeit des CMD-Fensters über "Eigenschaften, Schriftart" sowie "Layout" einmal optimal anpassen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
720810