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Standby-Mysterium: Warum wacht der PC von alleine auf?

24.06.2016 | 15:10 Uhr |

Um Strom zu sparen, versetzt sich Windows nach einer gewissen Zeit, in der Voreinstellung sind es 30 Minuten, in den Standby-Modus. Der Monitor wird sogar schon nach zehn Minuten schwarz. Immer wieder geschieht es jedoch, dass der Rechner urplötzlich wieder aufwacht, ohne dass ein Verursacher erkennbar wäre.

Um herauszufinden, von welcher Komponente die Ruhestörung ausging, rufen Sie die Eingabeaufforderung auf. Tippen Sie dazu in das Suchfeld des Startmenüs oder, in Windows 8.1, auf der Kacheloberfläche den Befehl cmd ein und klicken Sie auf „Eingabeaufforderung“. Geben Sie dann den Befehl

powercfg -lastwake

ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste.

Oft ist ein USB-Gerät der Verursacher des Lärms. Dann erscheint eine Angabe wie etwa „USB\ROOT_HUB\4&215C35A&0“. Um diesen Code der Hardware zuordnen zu können, öffnen Sie in der Systemsteuerung den Geräte-Manager und stellen zuerst unter „Ansicht“ die Option „Geräte nach Verbindung“ ein. Klappen Sie den Zweig „ACPI x86-based PC“ oder – bei einem 64-Bit-Betriebssystem – „ACPI x64-basierter PC“ auf. Gehen Sie nun weiter zu „Microsoft ACPI-konformes System -> PCI-Bus“ oder „Stammkomplex für PCI-Express“. Darunter finden Sie weitere Zweige. Rufen Sie alle auf, bei denen „USB“ im Namen auftaucht, es erscheint jeweils ein „USB-Root-Hub“. Den wiederum klicken Sie mit der rechten Maustaste an und wählen daraufhin im Kontextmenü den Eintrag „Eigenschaften“. Wechseln Sie zum Register „Details“ und stellen Sie bei „Eigenschaft“ die Option „Geräteinstanzpfad“ ein. Suchen Sie dann bei den einzelnen Hubs Ihres PCs den Code, den Ihnen der Befehl „powercfg“ genannt hat. Sobald Sie diesen gefunden haben, können Sie nach dem Öffnen der untergeordneten Äste feststellen, welches Gerät an diesem Hub hängt und den PC aufgeweckt hat.

Siehe auch: Weitere Tipps rund um Windows-Probleme

Um das für die Zukunft zu verhindern, klicken Sie als Nächstes den Eintrag der entsprechenden Hardware im Geräte-Manager mit der rechten Maustaste an und wählen „Eigenschaften“. Öffnen Sie nun das Register „Energieverwaltung“ und deaktivieren Sie die Option „Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“. Bei Netzwerkadaptern steht dort noch die untergeordnete Option „Nur Magic Packet kann Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“. Das bezieht sich auf die Wake-on-LAN-Funktion, mit der man einen Rechner über das Netzwerk aufwecken kann. Für den Fall, dass Sie diese Technik in Ihrem Netzwerk nutzen, lassen Sie das Häkchen davor stehen und rühren auch die Option zum Ruhezustand nicht an. Der Befehl „powercfg“ kann aber noch erheblich mehr. Details darüber erfahren Sie, indem Sie ihn mittels powercfg /? ausführen. So zeigt er Ihnen etwa nach der Eingabe von

powercfg /a

, welche Arten von Standby Ihr Computer unterstützt. Mit

powercfg -device query wake_from_any

hingegen lassen Sie sich auflisten, welche Komponenten überhaupt in der Lage sind, den Rechner aus dem Ruhezustand zu holen.

Video-Tutorial: Windows-Start beschleunigen - so geht's
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