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Standard-USB 3.0 mit 300 MB/s am PC nachrüsten

08.05.2014 | 11:23 Uhr |

Damit Sie die volle Geschwindigkeit eines USB-3.0-Geräts nutzen können, muss auch Ihr PC einen USB-3.0-Host-Controller haben.

Seit rund zwei Jahren sind zahlreiche PC-Hauptplatinen sowie Notebooks mit einem solchen Controller ausgestattet. Ob Ihr PC bereits USB 3.0 beherrscht, können Sie ganz leicht feststellen – suchen Sie nach blauen USB-Buchsen. Wenn Ihr Rechner keine USB-3.0-Anschlussbuchse besitzt, können Sie mittels einer Controller-Karte USB 3.0 problemlos nachrüsten. Das geht einfach und kostet auch nicht die Welt. Günstige Controller-Karten für den PC oder das Notebook bekommen Sie ab 7,50 Euro.

Günstig nachrüsten: Eine Karte für den PC wie die PCI-Express-Karte Sansun USB 3.0 bekommen Sie bereits für 7,50 Euro.
Vergrößern Günstig nachrüsten: Eine Karte für den PC wie die PCI-Express-Karte Sansun USB 3.0 bekommen Sie bereits für 7,50 Euro.
© Sansun


Desktop-PCs: Bei stationären Rechnern beschränkt sich die Auswahl allerdings auf 1x-PCI-Express-Steckkarten. Nur Asus bietet für hauseigene Hauptplatinen 4x-Karten an. Achten Sie darauf, dass die Controller-Karte PCI-Express 2.0 unterstützt und damit bis zu 500 MB/s transportiert. Natürlich gilt das auch umgekehrt für die PCI-Express-Steckplätze Ihrer Hauptplatine: Entsprechen diese lediglich dem 1.0a- oder 1.1-Standard, liegt die Transferleistung einer 1x-Datenbahn („Lane") bei maximal 250 MB/s. Vor allem schnelle USB-3.0-Sticks bremst das jedoch bereits aus. Hauptplatinen mit PCI-Express-2.0-Steckplätzen kamen Ende 2007 mit den Chipsatzserien AMD 700, Intel X38/X48 und Nvidia Nforce 700 auf den Markt. Allerdings hat Intel noch im Jahr 2008 bei den weitverbreiteten Ibex-Peak-Chipsätzen H55, H57, P55 und Q57 die Transferleistung einer 1x-Datenbahn auf 250 MB/s beschränkt.

USB 3.0 – Schnittstelle der Zukunft

Notebooks: Wollen Sie bei Ihrem Notebook USB 3.0 nachrüsten, sind Sie auf eine Expresscard/34 festgelegt. Diese können Sie auch in einem Expresscard/54-Schacht betreiben. Selbst wenn die aktuell erhältlichen Karten bereits den 2.0-Standard erfüllen und damit eine Transferleistung von bis zu 500 MB/s erreichen, können Sie oft nicht die volle Geschwindigkeit nutzen. Der Grund dafür: Erst seit der 60er Baureihe (HM65, HM67, QM67, QS67) steuern Intel-Chipsätze den Expresscard-Anschluss mit voller Geschwindigkeit an.

Eine Controller-Karte in Betrieb zu nehmen, ist recht einfach. Bauen Sie die Karte in den entsprechenden Steckplatz beziehungsweise in den Schacht des Rechners oder des Notebooks ein. PCI-Express-Steckkarten benötigen normalerweise eine zusätzliche vierpolige Stromversorgung vom Netzteil, um temporäre Stromspitzen abzufedern, welche beim Einschalten von externen Festplatten auftreten können. Starten Sie den Rechner und installieren Sie im Anschluss daran den beiliegenden Treiber der Controller-Karte. Nach einem Neustart ist die Controller-Karte dann betriebsbereit.

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