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So richten Sie AMD-Dual-Graphics ein

09.09.2014 | 11:23 Uhr |

Besitzer einer CPU von AMD können sich doppelt freuen: Die ohnehin schon recht starke integrierte Grafik des Haupt-Rechenchips lässt sich mit einer kompatiblen AMD-Grafikkarte meist sogar verdoppeln! Wie das funktioniert und welche Grafikkarte Sie benötigen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Wenn zwei Grafikkarten mit den gleichen AMD-Radeon-Grafikchips in einem Verbund zusammengeschaltet sind, dann arbeiten sie zusammen im sogenannten Crossfire-Modus. Hierbei können sich beide GPUs die Grafikberechnung untereinander aufteilen, was in der Praxis in einer hohen Leistungssteigerung resultiert. Doch nicht nur Grafikkarten lassen sich in einen Verbund schalten, sondern auch APUs (Accelerated Processing Unit) mit ausgewählten Grafikkarten des amerikanischen Chip-Herstellers: Diese Technik hört auf den Namen „Dual Graphics“ oder auch „Hybrid-Crossfire“.

In der Tabelle haben wir die vom Hersteller empfohlenen Grafikkarten und APUs aufgelistet, die Dual-Graphics unterstützen.

Unterstütze Dual-Graphics-Karten.
Vergrößern Unterstütze Dual-Graphics-Karten.

Auch die neue APU-Generation „Kaveri“ unterstützt die Technik, empfohlener Grafikkarten-Gegenpart wäre hier die AMD Radeon R7 250. Natürlich funktionieren auch andere ähnliche Modelle mit Dual-Graphics, AMD empfiehlt aber die genannten Kombinationen. Die leistungsfähigeren Grafikbeschleuniger wie eine Radeon R9 270X lassen sich dagegen nicht mit einer APU koppeln.

Dual-Graphics im AMD-Treibermenü aktivieren: Haben Sie eine der genannten Konfigurationen, dann stellen Sie zunächst sicher, dass Sie über den aktuellsten Grafiktreiber verfügen, den Sie auf der offiziellen AMD-Webseite finden. Danach navigieren Sie sich zum „AMD Vision Engine Control Center“, indem Sie beispielsweise auf einer freien Stelle Ihres Desktops einen Rechtsklick durchführen und den entsprechenden Eintrag auswählen. Im Treibermenü angekommen, klicken Sie auf der linken Seite auf „Leistung“ und dann auf „AMD Radeon Dual-Grafik“. Um die beiden Grafiklösungen miteinander arbeiten zu lassen, markieren Sie die entsprechende Option und übernehmen die neue Einstellung. Von nun an arbeitet Ihr System mit vereinten Grafik-Kräften.

Allerdings kann der Hybrid-Verbund auch zu Problemen wie Mikrorucklern oder einer fehlerhaften Darstellung führen, wenn das Spiel oder die Anwendung nicht kompatibel ist. Hier können Sie aber auch Abhilfe schaffen, indem Sie sich im Catalyst-Treiber und links unter „Spiele“ zu „3D-Anwendungseinstellungen“ durchklicken und an der Unterseite einen alternativen Dual-Grafik-Modus aus dem Dropdown wählen. Ein Mouse-over verrät Ihnen, was sich hinter dem Grafikmodus in der Praxis verbirgt: So sollten Sie bei inkompatiblen Anwendungen ohne Dual-Grafik-Unterstützung beispielsweise „AFR-freundlich“ wählen, damit die beiden Grafikeinheiten ein anderes Rendering-Verfahren nutzen, um Fehler zu vermeiden.

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