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So legen Sie Cloud-Backups an

21.05.2013 | 15:49 Uhr |

Backups sind eine tolle Sache. Gerade wenn Sie aber nur eine Festplatte benutzen, sollten Sie für den Fall eines Totalcrashes zusätzlich noch ein Cloud-Backup anlegen. So geht's

Backup ist eine der Aufgaben schlechthin, wenn man wichtige oder gar unwiederbringliche Daten auf seinem PC gespeichert hat. Nachteil aller bisherigen Lösungen: Egal, ob man via Netzwerk auf einen anderen PC oder auf eine externe Festplatte sicherte, die Daten blieben im Zugriff des PCs und konnten weiterhin ungewollt zerstört werden. Die Cloud-Technik hilft, dieses Problem zu lösen.

So funktioniert das Cloud-Backup: Zunächst benötigt man geeignete Software und Speicherplatz in der Cloud. Dazu installiert man sich den Skydrive -Client von Microsoft, der von Haus aus 7 GB Platz zum Nulltarif bietet. Das sollte im Normalfall für ein Backup wichtiger Daten reichen. Zusätzlich braucht man ein Backup-Programm, das zuverlässig und einfach dafür sorgt, dass die richtigen Dateien an den richtigen Platz kopiert werden: Dir Sync Pro etwa ist kostenlos.

Nach der Installation des Skydrive-Clients findet sich im jeweiligen Benutzer-Verzeichnis (Windows 7 und 8: C:\users\<Benutzer>\) ein neues Verzeichnis namens SkyDrive. Sie brauchen nichts weiter zu tun als Dateien hierher zu kopieren oder zu verschieben, um sie automatisch mit der Cloud zu synchronisieren. Deshalb ist dieses Verzeichnis auch das einfachste Backup-Ziel. Dazu legen Sie in Dir Sync Pro einen neuen Job an (nach dem ersten Start gibt es den schon unter dem Namen "Job1") und tragen die beiden Verzeichnisse unter Paths ein (weil das Programm nur englischsprachig zu haben ist: SkyDrive unter Destination, Ihr Quellverzeichnis unter Source eintragen). Damit ist das Wichtigste erledigt.

Online-Backup: Sicher, günstig und bequem

Das Backup in die Cloud lässt sich einfach realisieren: Man kopiert die Daten einfach in das passende Skydrive-Verzeichnis – und die Software übernimmt die Synchronisierung.
Vergrößern Das Backup in die Cloud lässt sich einfach realisieren: Man kopiert die Daten einfach in das passende Skydrive-Verzeichnis – und die Software übernimmt die Synchronisierung.

Wenn Sie via Skydrive noch andere Dateien verfügbar haben wollen, sollten Sie noch den Kopiermodus einstellen: Am sichersten funktioniert für ein dauerhaftes Backup "Synchronize A" > B (custom). In diesem Modus kopiert das Programm nur neue oder geänderte Dateien. Vorsicht ist hierbei geboten, wenn man Dateien archivieren will: Wenn Daten im Quellverzeichnis gelöscht werden, löscht das Programm die bei der nächsten Synchronisierung in der Cloud ebenfalls. Angesichts der maximal möglichen 7 GB Speicherplatz eine an und für sich sinnvolle Vorgehensweise, aber für Archivzwecke ganz und gar ungeeignet. Praktisch: Dir Sync Pro kopiert auch geöffnete Dateien – aber nur die zuletzt gespeicherte Version, weil das die zuletzt geänderte Version ist, die das Backup-Programm finden kann. Beachten muss man bei diesem Backup, dass während der Synchronisierung eine Menge Daten durch die  Leitung fließen, was die Nutzung des Internets für andere Zwecke nahezu unmöglich machen.

Für Skydrive veröffentlichte Microsoft im November ein Update, das über Windows Update verteilt wurde. Die neue Programmversion gestattet die Auswahl der im Skydrive-Ordner gespeicherten Inhalte, die tatsächlich in die Cloud kopiert werden sollen und umgekehrt: Wenn Sie Inhalte vom Desktop nicht aufs Notebook übertragen möchten, dann können Sie das hier festlegen. Ist die Update-Funktion stillgelegt, sollte man sie für eine Weile wieder anschalten, damit Windows frische Patches abholen kann und dabei auch die Skydrive-Anwendung aktualisiert.

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