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So gelingen 3D-Aufnahmen perfekt

14.06.2013 | 15:49 Uhr |

Am einfachsten lassen sich 3D-Fotos mithilfe einer 3D-Kamera wie etwa der Fujifilm Finepix Real 3D W3 oder der Panasonic Lumix DMC-3D1 machen. Panasonic bietet auch das 3D-Objektiv H-FT012 an, das sich mit den meisten Systemkameras des Herstellers verwenden lässt.

Aber auch mit einer normalen Digitalkamera können Sie 3D-Fotos machen. Dazu benötigen Sie ein Stativ oder eine plane Oberfläche, um die Kamera horizontal bewegen zu können. Nehmen Sie ein möglichst ruhiges Motiv, weil Sie für den 3D-Effekt zwei nahezu identische Bilder brauchen.

So geht’s: Montieren Sie die Kamera auf das Stativ oder stellen Sie sie auf die Oberfläche. Ist Ihr Motiv in Position, machen Sie ein Bild. Dieses Bildentspricht dem Blickwinkel eines Auges. Verschieben Sie die Kamera dann horizontal um 6,5 Zentimeter, was in etwa dem Augenabstand entspricht. Machen Sie ein zweites Bild mit demselben Fokuspunkt. Dieses Bild entspricht dem Blickwinkel des anderen Auges. Je genauer Sie dabei arbeiten, desto besser wird die Tiefenwirkung des Stereobildes. Um aus den beiden Einzelbildern eine stereoskopische Aufnahme zu machen, verwenden Sie ein Tool wie beispielsweise den kostenlosen Stereo Photo Maker .

Die Fujifilm Finepix Real 3D W3 (zwei Objektive, zwei Bildsensoren, zwei Prozessoren) nimmt 3D-Bilder und 3D-Videos auf.
Vergrößern Die Fujifilm Finepix Real 3D W3 (zwei Objektive, zwei Bildsensoren, zwei Prozessoren) nimmt 3D-Bilder und 3D-Videos auf.
© Fujifilm

Nach dem Start rufen Sie hier „Datei  ➞ Linkes/Rechtes Bild öffnen“ auf. Wählen Sie zuerst den Pfad und den Dateinamen für das linke Bild, dann den für das rechte Bild. Der Stereo Photo Maker zeigt nun beide Ansichten nebeneinander an. Kontrollieren Sie zuerst die korrekte Links-Rechts-Zuordnung. Um die Bilder zu vertauschen, wählen Sie „Ansicht ➞ Vertausche Links/Rechts“.

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Das Programm kann auch automatisch fein-justieren: Die Perspektive lässt sich korrigieren, indem Sie „Justage ➞ Automatische Justage“ wählen. Die Farbwerte beider Bilder passen Sie an, indem Sie „Justage ➞ Auto Farbjustage“ aufrufen. Es ist darüber hinaus möglich, viele Bildwerte über das Justage-Menü manuell zu verändern. Mit den Pfeiltasten Links und Rechts verändern Sie beispielsweise die Position der beiden Bilder übereinander, um Geisterbilder zu minimieren.

Damit der Tiefeneffekt möglichst gut zur Geltung kommt, sollten Sie mindestens zwei Meter Abstand zum Motiv halten, da sich die für die 3D-Darstellung sehr wichtige Tiefenschärfe ansonsten nicht realisieren lässt. Außerdem sollte zumindest das Hauptmotiv nicht angeschnitten sein und aus mehreren perspektivischen Schichten bestehen. Statt also eine Person einfach frontal abzulichten, positionieren Sie sie besser vor einem Gebäude und geben ihr zum Beispiel eine Blume in die Hand.

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