2010281

So bauen Sie eine Lüftersteuerung in den PC ein

10.11.2014 | 09:24 Uhr |

Wer seine PC-Hardware auch im Hochsommer vor dem Hitzetod bewahren will, der sorgt für einen konstanten Luftstrom im Gehäuse mit Hilfe von mehreren verbauten Lüftern. Die absolute Kontrolle behalten Sie mit einer Hardware-Lüftersteuerung. Der Einbau ist gar nicht einmal so schwierig.

Eine optimale Luftzirkulation im PC-Gehäuse erreichen Sie nur, wenn Sie zusätzliche Lüfter verbaut haben, denn nur so lässt sich der Luftstrom korrekt führen. Eine Alternative wäre natürlich eine Wasserkühlung, vor der aber besonders Einsteiger eher zurückschrecken und die auch ordentlich kostet. Mehrere Lüfter sind da weitaus günstiger, allerdings steigt dabei auch der Geräuschpegel. Doch mit Hilfe einer separaten Lüftersteuerung lässt sich das Problem recht schnell beheben. Je nach Ausführung lassen sich die Drehzahlen der Lüfter getrennt voneinander regeln oder sogar abschalten.

In der Regel betreibt das System einen Lüfter mit 12 Volt. Um die Drehzahlen zu senken, müssen Sie die Spannung reduzieren. Aktuelle Mainboards können das mit Hilfe von Temperatursensoren in der Platine und den entsprechenden Anschlüssen. Über das Bios oder über ein separates Programm in Windows lassen sich die Drehzahlen dann einstellen. Doch eine Hardware-Lüftersteuerung arbeitet zuverlässiger und direkter. Die Steuerung ist auch viel intuitiver dank der verbauten Regler, meistens handelt es sich hierbei um stufenlose Drehknöpfe (siehe Bild).

Prüfen Sie zuerst, wie viele Lüfter Sie mit der Lüftersteuerung verbinden wollen – idealerweise wären das alle. Dann kaufen Sie sich ein entsprechendes Modell von Herstellern wie Scythe, Aerocool, Akasa, NZXT, Bitfenix, Zalman oder Lian Li. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Modelle mit Touchsteuerung, doch hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Beim Kauf sollten Sie auch darauf achten, in welchem Format Sie das Gerät kaufen. 5,25-Zoll-Lüftersteuerungen belegen einen Slot in der Frontseite des Gehäuses, die Größe entspricht einem optischen Laufwerk. Es gibt auch Steuerungen mit einer Größe von 3,5 Zoll wie damals die Diskettenlaufwerke. Prüfen Sie also vorher, wie viel Platz Ihr Gehäuse bietet.

Strom erhalten die Lüftersteuerung und die angeschlossenen Lüfter über einen vierpoligen Molex-Anschluss. Entfernen Sie zunächst die Abdeckung an der Frontseite Ihres Gehäuses und fixieren Sie die Steuerung an den Seiten mit den mitgelieferten Schrauben. An die Pin-Anschlüsse schließen Sie nun ganz regulär Ihre Lüfter an. Gegebenenfalls müssen Sie noch eine Verlängerung zwischenhängen, wenn das Lüfterkabel nicht lang genug ist. In der Regel liefert der Hersteller der Lüftersteuerung entsprechende Verlängerungen mit. Sobald alles angeschlossen ist, sind Sie eigentlich auch schon fertig.

Einen Tipp haben wir aber noch: Falls Sie auch den CPU-Kühler an die Lüftersteuerung hängen, müssen Sie noch einen kleinen Umweg über das Bios machen und dort den „CPU FAN“ deaktivieren oder auf „Ignorieren“ schalten – ansonsten beklagt sich das System über einen vermeintlich fehlenden Prozessorkühler.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2010281