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So viel RAM verträgt Ihr Rechner

18.05.2016 | 15:10 Uhr |

Beim RAM-Upgrade kommt es vor allem auf den Prozessor an. Dessen Speichercontroller bestimmt, wie viel Speicher Sie einsetzen können. Vor allem bei günstigen Notebooks droht eine Enttäuschung.

Ihr PC ist in die Jahre gekommen. Sie wollen aber lieber in ein Hardware-Upgrade investieren als in einen neuen Rechner. Konkret haben Sie ein RAM-Upgrade von 8 auf 16 GB im Blick. Doch das kann schief gehen.

Wann Sie den Arbeitsspeicher aufrüsten sollten

Wenn Ihr Rechner bereits mit 8 GB Arbeitsspeicher läuft, ist das Betriebssystem offenbar kein Problem. Denn nur 64-Bit-Versionen können mehr als 4 GB RAM adressieren. Ein erfolgreiches Upgrade kann aber jetzt immer noch am Chipsatz beziehungsweise dem Prozessor scheitern. Denn der Speichercontroller, der im Chipsatz oder in der CPU sitzt, bestimmt, wie viel RAM ein System maximal verträgt. Setzen Sie mehr Speicher ein, kann ihn der Controller nicht mehr ansprechen und Betriebssystem und Programme ihn nicht verwenden.

Im Handbuch des PCs oder der Hautplatine sollte vermerkt sein, wie groß die maximale Speicherkapazität sein darf, aus wie vielen Speicherriegeln sich der Arbeitsspeicher zusammensetzen kann und wie diese Riegel intern aufgebaut sein müssen, damit der Speichercontroller mit Ihnen umgehen kann. Denn viele Speichercontroller haben Probleme mit RAM-Riegeln, auf denen mehr als eine bestimmte Anzahl DRAM-Bausteine sitzen.

Haben Sie kein Handbuch mehr, recherchieren Sie diese Information für Intel-Prozessoren auf der Webseite ark.intel.com. Suchen Sie nach einer der Modellnummer Ihrer CPU und rufen Sie die Specifications auf. Dort finden Sie die gesuchte Information unter „Max. Memory Size“. Eine Tabelle mit der maximalen Arbeitsspeicher-Kapazität für beliebten Prozessoren finden Sie in der folgenden Auflistung.

Chipsatz/Prozessor  

m aximale RAM-Größe

Intel P965

8 GB

Intel P35

8 GB

Intel 945GSE

2 GB

Intel PM965

4 GB

Intel Core i3-550

16 GB

Intel Core i5-450M

8 GB

Intel Core i5-2500S

32 GB

Intel Core i5-2540M

16 GB

Intel Core i5-3470

32 GB

Intel Core i5-3210M

32 GB

Intel Core i5-4570

32 GB

Intel Core i5-4200U

16 GB

Intel Core i5-5575R

32 GB

Intel Core i5-5200U

16 GB

Intel Core i7-6700

64 GB

Intel Pentium N3520

8 GB

Intel Pentium 3556U

16 GB

Intel Pentium N3540

8 GB

Intel Celeron N2940

8 GB

Intel Atom Z3735F

2 GB

Intel Atom x5-Z8300

2 GB

Mit halbwegs aktuellen Prozessoren sollten Sie noch Spielraum für die RAM-Erweiterungen haben: Selbst rund sechs Jahre alte Intel-CPUs verkraften bis zu 16 GB Arbeitsspeicher. Vorsicht ist aber bei Tablets und günstigen Notebooks geboten. Denn sie arbeiten meist mit einem Prozessor, der auf Intel Atom-Architektur beruht. Das gilt nicht nur für CPUs, die „Atom“ heißen, sondern auch für die Modellserien Pentium und Celeron. Mobile Pentium- und Celeron-CPUs, die einen Modellname haben, der mit N beginnt, schultern zum Beispiel nur maximal 8 GB RAM. Der aktuelle Atom x5-Z8300, der in einigen günstigen 2-in-1-Geräten sitzt, kann sogar nicht mit mehr als 2 GB umgehen.

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