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LTE-Empfang drinnen und draußen unterscheiden sich zum Teil deutlich

16.09.2016 | 15:10 Uhr |

LTE zuhause soll schnelles Internet zuhause liefern. Aber was, wenn es genau dabei hakt? Eine Antenne hilft weiter.

Während die Bewohner der Ballungszentren beim Internetanschluss nicht nur viel Bandbreite bekommen, sondern häufig sogar zwischen verschiedenen Anbietern und Zugangstechniken (DSL/VDSL, TV-Kabel, Glasfaser, LTE) wählen können, sieht es im ländlichen Raum zum Teil ganz anders aus. Dort gibt es keinerlei schnelles Internet per Festnetz, als Ersatz steht häufig immerhin vergleichsweise schnelles LTE zur Verfügung. Auch die monatlichen Kosten für den Internetanschluss per Mobilfunk halten sich in Grenzen. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass die Provider das monatliche Übertragungsvolumen meist auf ein paar GByte begrenzen. So weit die vielfach bekannten Fakten.

Die optimale Netzwerk-Verbindung für Zuhause

Weniger bekannt dagegen ist, dass sich der LTE-Empfang außerhalb und innerhalb von Gebäuden meist deutlich unterscheidet – und damit natürlich auch die zur Verfügung stehende Bandbreite ins Internet. Das wissen natürlich auch die Netzbetreiber und weisen dies auf ihren Netzverfügbarkeitskarten im Internet aus. O2 (www.pcwelt.de/meFXxb) und die Deutsche Telekom (www.pcwelt.de/ZYLxFq) unterscheiden die Verwendung in Gebäuden und im Freien farblich, bei Vodafone (www.pcwelt.de/C8_eod) müssen Sie zunächst auf den Link „Detail-Ansicht der Netzkarte“ klicken und dann rechts oben „indoor“ aktivieren. E-Plus macht derzeit keine Angaben, in ersten Testregionen können Kunden das O2-Netz über „National Roaming“ ohne Zusatzkosten mitnutzen.

Gleicher Kartenausschnitt aus dem Landkreis Göttingen für die LTE-Versorgung im Vodafone-Mobilfunknetz: oben der Empfang draußen (outdoor), unten der in Gebäuden (indoor).
Vergrößern Gleicher Kartenausschnitt aus dem Landkreis Göttingen für die LTE-Versorgung im Vodafone-Mobilfunknetz: oben der Empfang draußen (outdoor), unten der in Gebäuden (indoor).

Nun darf man anders als beim WLAN-Repeater in Deutschland nicht einfach einen Mobilfunk-Repeater betreiben, das ist den Netzbetreibern vorbehalten. Anders sieht es bei externen UMTS-/-LTE-Antennen aus, die man draußen aufstellt beziehungsweise befestigt, und von denen man das Signal dann per Kabel ins Haus holt. Solche Antennen gibt es schon für rund 50 Euro. Wichtig ist, dass die Heimantenne zum ausgestrahlten LTE-Frequenzband passt, im ländlichen Raum ist das meist 800 MHz. Die 800-MHz-Variante punktet mit einer größeren Verteilung in der Fläche sowie mit der (prinzipiell) besseren Durchdringung der Gebäude. In den Städten, also für LTE für unterwegs, verwenden die Netzbetreiber dagegen höhere Frequenzen, die zugleich höhere Bandbreite ermöglichen.

LTE-Antenne für 20 Euro selbst bauen - so geht's

Voraussetzung für die Lösung mit der externen Antenne ist natürlich, dass der LTE-Router einen Anschluss dafür besitzt. Schließlich sollte das Kabel zwischen Antenne und Router höchstens rund 20 Meter lang sein.

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