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So sehen Sie alle USB-Geräte

04.01.2016 | 16:14 Uhr |

Wie viele USB-Geräte intern oder extern am PC hängen, zeigt Ihnen auf Knopfdruck ein kleines, raffiniertes Tool.

Dieses Programm brauchen Sie: USB Device Tree Viewer , Windows 7 und 8

Bei einem PC kann man schnell die Übersicht verlieren: Wie viele USB-Geräte sind angeschlossen, arbeiten sie alle mit der höchsten Geschwindigkeit? Und was bedeuten die geheimnisvollen USB-Fehlermeldungen? Ein kleines, raffiniertes Tool gibt Antworten.

USB Device Tree Viewer zeigt Ihnen alle verfügbaren USB-Ports in einem Rechner an. Bei einem aktuellen Rechner teilen sie sich in Anschlüsse für USB 3.0 und USB 2.0 auf. Die Anzahl der Ports, die das Tool zeigt, sagt aber nichts darüber aus, wie viele Anschlüsse Ihr Rechner tatsächlich hat. Denn nicht jeder USB-Anschluss muss für den Nutzer zugänglich sein: Auch interne Geräte wie Webkamera oder WLAN-Modul sind häufig per USB angebunden.

Außerdem hängt jeder USB-3.0-Anschluss intern an zwei verschiedenen Ports: Einer sorgt für USB-3.0-Tempo, einer für USB-2.0-Geschwindigkeit. Damit ist gewährleistet, dass die USB-Versionen untereinander kompatibel bleiben und ein USB-2.0-Gerät auch funktioniert, wenn es in einer USB-3.0-Buchse steckt.

Ein aktueller Chipsatz enthält daher auch mehrere Controller: mindestens einen für USB 3.0 und mindestens einen, der sich um USB 2.0 kümmert. Der USB-3.0-Controller taucht im USB Device Tree Viewer als „eXtensible Hostcontroller“ auf. Den USB-2.0-Controller finden Sie als „USB-erweiterter Hostcontroller“ oder USB Enhanced Host Controller“. Die USB-Ports sind über die Root-Hubs mit den jeweiligen Controllern verbunden.

Wie schnell ein USB-Gerät an einem bestimmten Anschluss arbeiten kann, zeigt das Tool im Fenster auf der rechten Seite unter „Connection Information -> Device Bus Speed“. Super-Speed ist das Tempo von USB 3.0, High-Speed bedeutet USB-2.0-Tempo, Full-Speed steht für USB 1.1. Das Maximal-Tempo hängt natürlich von der möglichen Geschwindigkeit des Anschlusses und des USB-Gerätes ab: „Super-Speed“ zeigt beispielsweise eine USB-3.0-Festplatte nur an einem USB-3.0-Anschluss. Ist sie mit einem USB-2.0-Port verbunden, sehen Sie nur „High-Speed“.

Im Abschnitt „Device Descriptor“ steht in der Zeile „idVendor“ der Name des Herstellers. Das hilft Ihnen beispielsweise weiter, wenn Sie einen aktuellen Treiber für das USB-Gerät suchen. Eine weitere interessante Info, die bei der Fehlersuche helfen kann, steht unter „Device Information“ in der Zeile „Power State“. Hier hält USB Device Tree Viewer fest, ob das Gerät aktiv ist (D0) oder sich in einem Schlafzustand befindet (D1, D2, D3). Weiter unten finden Sie im Abschnitt „Configuration Descriptor“ die maximale Leistungsaufnahme, für die das USB-Gerät ausgelegt ist. Sie steht in der Zeile „MaxPower“.

Außerdem können Sie mit diesem Tool gefährlichen USB-Sticks auf die Spur kommen: Bei vielen lässt sich die Firmware manipulieren. Hacker können den Stick dann gegenüber dem Rechner als Tastatur ausgeben und Eingaben simulieren. Auf diese Weise lassen sich Trojaner auf das System herunterladen und installieren. Prüfen Sie deshalb die Einträge unter „Device Information > Child Device“. Bei einem herkömmlichen USB-Stick darf hier nur „Laufwerk“ stehen. Gefährliche Sticks bringen dagegen als weiteren Child-Device ein USB-Eingabegerät mit.

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