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Grafikkarten-Upgrade leicht gemacht

22.05.2009 | 09:13 Uhr |

Für viel Geld einen neuen PC kaufen? Das muss nicht sein. Besser ist es, die Leistungsbremse zu lösen, indem Sie eine Komponente ersetzen. Sie selbst können am besten einschätzen, wo der Schuh drückt: Ruckelnde 3D-Spiele verlangen nach einer schnelleren Grafikkarte, und nur ein HD-fähiges Modell kann hoch aufgelöste Videos flüssig wiedergeben.

Minimaler Aufwand, maximale Leistung: Zum erfolgreichen und kostengünstigen Upgrade sind drei Schritte nötig. In der Inventur identifizieren Sie die Schwachstelle(n) Ihres Rechners. Das geht ganz leicht mit dem kostenlosen Analyse-Tool GPU-Z . Mit GPU-Z identifizieren Sie unter "Graphics Card, Bus Interface" die Grafikkarten-Schnittstelle. Meldet das Tool "PCI-E x16 @ x16", stehen Ihnen alle Aufrüstoptionen offen. Bei "AGP 8x @ 8x" handelt es sich um die veraltete AGP-Schnittstelle, und Sie sollten die Hauptplatine wechseln . Als Nächstes picken Sie ein kompatibles Modell aus unseren Kauftipps heraus und installieren es schließlich problemlos mit Hilfe unserer Einbauanleitung. So holen Sie mit minimalem Aufwand maximale Leistung aus Ihrem PC.

Mit GPU-Z ermitteln Sie die wichtigsten Infos über Ihre Grafikkarte
Vergrößern Mit GPU-Z ermitteln Sie die wichtigsten Infos über Ihre Grafikkarte
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Kaufempfehlung
Wer hoch aufgelöste Videos bearbeiten, schneiden und wiedergeben will, braucht eine leistungsfähige Grafikkarte: Mit einem speziellen Chip muss sie den Prozessor beim Decodieren gängiger HD-Codecs wie MPEG 2, MPEG 4 AVC (H.264) und VC-1 entlasten. Die Karte muss auch über einen digitalen Ausgang verfügen und sollte den Blu-Ray-Kopierschutz HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) unterstützen. Wenn Sie sowieso Ihre Hauptplatine austauschen wollen , fahren Sie mit einer im Chipsatz integrierten HD-Grafiklösung am günstigsten. Obendrein sparen Sie noch Energiekosten, denn eine separate Grafikkarte ist deutlich stromhungriger. Platinen mit HD-fähiger Chipsatzgrafik sind bereits für rund 60 Euro zu haben, beispielsweise mit der Asrock A780Fullhd und der Gigabyte GA-E7AUM-DS2H (www.gigabyte.de ). Planen Sie keinen Platinentausch, kommen Karten mit den Grafikchips ATI Radeon HD 4350 und Nvidia Geforce 9400 GT in Frage. Kostenpunkt: rund 40 Euro. Mehr Geld sollten Sie nur ausgeben, wenn Sie am PC auch leistungshungrige 3D-Titel spielen wollen. In der 200-Euro-Klasse bieten Karten mit dem Grafikchip ATI Radeon HD 4870 oder Nvidia Geforce GTX 260 derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese Karten stellen Spiele in guter oder sehr guter Qualität allerdings nur bis zu einer Auflösung von maximal 1440 x 900 Bildpunkten flüssig dar - arbeiten also gut mit 17- und 19-Zoll-TFTs zusammen. Wollen Sie höhere physikalische Auflösungen bis 1920 x 1080 Pixel fahren, ohne Abstriche bei der Bildqualität in Kauf zu nehmen, müssen Sie mindestens 300 Euro anlegen. Entscheiden Sie sich dann für eine Karte mit dem ATI Radeon HD 4870 X2 oder dem Nvidia Geforce GTX 285.

Grafikkarte austauschen
Ziehen Sie die - eventuell vorhandenen - Stromkabel von der alten Grafikkarte ab, und lösen Sie die Schraube an ihrem Slotblech. Lösen Sie eventuell die Arretierung, mit der die Karte am Steckplatz vor dem Herausrutschen gesichert ist. Ziehen Sie sie dann an beiden Enden gleichzeitig vorsichtig heraus. Machen Sie für eine Grafikkarte, die zwei Slot-Bleche breit ist, noch ein zweites Blech frei. Dazu entfernen Sie die Schraube und kippen die Blende leicht in Richtung Gehäuseinneres. Eventuell müssen Sie auch die Schraube der benachbarten Blende etwas lösen. Verbinden Sie - falls nötig - die PCI-Express-Stromkabel des Netzteils mit den ein oder zwei 6poligen Buchsen auf der neuen Grafikkarte. Halten Sie die neue Grafikkarte an beiden Enden, und pressen Sie sie mit sanftem Druck gleichmäßig in den PCI-Express- Steckplatz. Achten Sie darauf, dass die Karte dabei nicht verkantet. Sitzt die Grafikkarte vollständig im Steckplatz, schrauben Sie ihr Slotblech am Gehäuse fest. Liegt dabei das Gewinde nicht exakt unter der Slotblech-Bohrung, drücken Sie vorsichtig an Karte und Rückwand und lösen gegebenenfalls benachbarte Blenden, bis alles passt.

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