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Festplatten-Upgrade leicht gemacht

25.05.2009 | 10:41 Uhr |

Wenn die Festplatte aus allen Nähten platzt, muss ein größeres Laufwerk her. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Laufwerke problemlos tauschen.

Zum erfolgreichen und kostengünstigen Upgrade sind drei Schritte nötig. In der Inventur identifizieren Sie die Schwachstelle Ihres Rechners. Das geht ganz leicht mit dem kostenlosen Analyse-Tool HD Tune. Das Tool HD Tune zeigt im "Info"-Menü rechts unten bei "Standard" die Schnittstelle Ihrer Festplatte an. Steht dort "ATA/ATAPI-7 - SATA", lässt sich Ihre Platte problemlos durch ein größeres und schnelleres Modell ersetzen.

Anders sieht es beim veralteten parallelen Übertragungsmodus "ATA/ATAPI-6 - PATA" aus. Hier sollten Sie die SATA-Schnittstelle per Controller-Steckkarte nachrüsten. Kostenpunkt: ab 10 Euro. Als Nächstes picken Sie ein kompatibles Modell aus unseren Kauftipps heraus und installieren es schließlich problemlos mit Hilfe unserer Einbauanleitung. So holen Sie mit minimalem Aufwand maximale Leistung aus Ihrem PC.

Kaufempfehlungen

Kommt der PC in die Jahre, herrscht in der Regel auch Platznot auf der Festplatte. Der häufigste Anreiz für ein Upgrade ist daher der ständig steigende Platzbedarf. Wenn Sie fleißig Musik und Filme sammeln, raten wir Ihnen gleich zu zwei 1000-GB-Laufwerken. Diese betreiben Sie am besten im sicheren Raid-1-Verbund - vorausgesetzt, dass Ihre Hauptplatine einen Raid-Controller besitzt. Ein Laufwerk spiegelt dann automatisch den Datenbestand der anderen Platte. Empfehlenswert sind beispielsweise die Samsung Spinpoint F1 HD103UJ und die Seagate Barracuda 7200.12 ST31000528AS . Kostenpunkt: ab 90 Euro pro Stück.

Schneiden und bearbeiten Sie regelmäßig Videos oder gehören Sie zu den ernsthaften PC-Spielern, raten wir zu einer schnellen Festplatte mit hohen Übertragungsraten und kurzen Zugriffszeiten. Dabei empfiehlt es sich, gleich mehrere Platten im Raid-0-Modus parallel arbeiten zu lassen. In diesem Fall genügen Laufwerke mit 500 oder 640 GB. Empfehlenswert sind beispielsweise die Western Digital Caviar SE16 WD6400AAKS und die Hitachi Deskstar 7K500 HDS725050KLA360 .

Falls auf Ihrer Hauptplatine kein Raid-Controller verbaut ist, rüsten Sie die Funktion einfach per Steckkarte nach. Eine Raid-Controller-Karte für zwei SATA-Laufwerke bekommen Sie ab 10 Euro, ein Vierfach-Modell ist bereits unter 20 Euro zu haben. Neben dem Plus an Speicherkapazität gibt es einen zweiten guten Grund für ein Laufwerks-Upgrade - Sie wollen Ihren PC mit der Blu-Ray-Technik aufrüsten. Ein DVD-Brenner mit Blu-Ray-Lesefunktion - etwa der Sony NEC Optiarc BC5100S-01 für rund 120 Euro - ist sinnvoll, wenn Ihr PC als Abspielstation für hoch aufgelöste Hollywood-Kracher dienen soll. Und wenn Sie regelmäßig große Datenmengen im zweistelligen Gigabyte-Bereich sichern müssen, kann sich die Anschaffung eines Blu-Ray-Brenners auszahlen. Empfehlenswert ist etwa der rund 240 Euro teure Buffalo BR-816FBS .

Fixieren Sie Laufwerke immer an vier Punkten
Vergrößern Fixieren Sie Laufwerke immer an vier Punkten
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Laufwerk austauschen

Schrauben Sie beide Gehäuseseitenteile ab. Falls Sie die alte Festplatte ausbauen wollen, ziehen Sie das Strom- und Datenkabel der Festplatte und lösen die vier Schrauben, mit denen sie am Laufwerkskäfig fixiert ist. Bei Gehäusen mit Laufwerksschienen entriegeln Sie den Mechanismus, ziehen die Platte heraus und schrauben die Schienen ab. Montieren Sie die neue Festplatte an den Schienen oder dem Einbaurahmen, schieben sie in den Laufwerkskäfig und fixieren sie (mit den vier Schrauben).

Ein (weiteres) optisches Laufwerk bauen Sie genauso ein - mit einem Unterschied: Einen Brenner schieben Sie von vorne in den 5,25-Zoll-Schacht, nachdem Sie die Frontblende herausgenommen oder -gehebelt haben. Verbinden Sie dann die SATA-Stromstecker vom Netzteil mit den neuen Laufwerken. Falls Ihr Netzteil diesen Steckertyp nicht bietet, verwenden Sie einen SATA-Stromadapter. Verbinden Sie dann jedes Laufwerk mit einem SATA-Datenkabel. Den freien Stecker aller verbauten SATA-Datenkabel geben Sile in eine unbelegte SATA-Buchse auf der Hauptplatine. Falls das Bios die neuen Laufwerke beim PC-Start nicht erkennt, müssen Sie im Bios-Setup den SATA-Controller beziehungsweise die genutzten SATA-Ports aktivieren.

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