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So reparieren Sie die WLAN-Internet-Verbindung

10.12.2015 | 14:30 Uhr |

Wenn der Online-Zugang nur funktioniert, wenn ein Rechner per LAN angeschlossen ist, per WLAN aber nicht, kommen mehrere Fehlerursachen in Frage.

Der Router im Heimnetz hat eine zentrale Aufgabe: Er soll alle angeschlossenen Geräte ins Internet bringen. Ob sie über LAN oder WLAN mit dem Router verbunden sind, spielt dabei keine Rolle. Wenn der Online-Zugang über LAN funktioniert, über WLAN aber nicht, ist die Fehlerursache zunächst deshalb nicht offensichtlich.

Das Problem bemerken Sie schnell: Sie geben eine Webseiten-Adresse ein, doch der Browser kann sie nicht anzeigen. Außerdem ist in der Task-Leiste das WLAN-Symbol mit einem kleinen Ausrufezeichen versehen. Wenn Sie die WLAN-Verbindung im Netzwerk- und Freigabecenter aufrufen, meldet Windows, dass sie keinen Internetzugriff hat. Da das WLAN-Symbol aber in der Task-Leiste auftaucht, wissen Sie, dass die Funkverbindung zum Router in Ordnung ist.

Prüfen Sie zunächst, ob der Fehler bei der Online-Verbindung zu suchen ist. Am einfachsten erledigen Sie dies, indem Sie ein Heimnetzgerät per Netzwerkkabel mit einem LAN-Port des Routers verbinden. Funktioniert der Online-Zugang auf diesem Weg, haben Sie das Problem auf die WLAN-Verbindung eingegrenzt.

Netzwerk-Probleme systematisch lösen

Öffnen Sie als nächstes die WLAN-Verbindung im Netzwerk- und Freigabecenter und klicken Sie bei „Verbindungen“ auf den Namen des WLAN-Netzwerks. Im nächsten Fenster rufen Sie „Details“ auf. Achten Sie darauf, dass in den drei Zeilen bei Standardgateway, DHCP-Server und DNS-Server die interne IP-Adresse des Routers eingetragen ist. Ist das nicht der Fall, wählen Sie unten rechts im Fenster „Status von Drahtlosnetzwerkeinstellungen“ den Eintrag „Eigenschaften -> Internet-Protokoll Version 4“. In diesem Menü müssen die beiden Optionen „IP-Adresse automatisch beziehen“ und „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ markiert sein.

Im Heimnetz ist dies die bequemste Lösung: Der Router übermittelt die IP-Adresse des DNS-Servers dann an jeden Client. Er selbst verwendet den DNS-Server des Internetanbieters, über den der Online-Zugang erfolgt. Ob das so ist, kontrollieren Sie im Router-Menü. Bei der Fritzbox zum Beispiel finden Sie das Menü unter „Internet -> Zugangsdaten -> DNS-Server“.

Möglicherweise ist im Router eine Online-Sperre für den WLAN-Zugang eingerichtet. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie verhindern wollen, dass Ihr Nachwuchs per Notebook unkontrolliert im Internet surft. Solche Zugangssperren - bei der Fritzbox nennt sich diese Funktion „Kindersicherung“ – beziehen sich aber nicht auf ein Gerät, sondern auf eine IP- beziehungsweise MAC-Adresse, die wiederum den einzelnen Netzwerk-Komponenten in einem Gerät zugeordnet sind: Ein Notebook erhält also eine IP-Adresse für den Netzwerk-Chip und eine andere für den WLAN-Zugang – und jede muss einzeln gesperrt werden, um den Online-Zugang zu verhindern. Daher kann der Zugang per LAN funktionieren, per WLAN aber nicht.

Ob und welche Heimnetz-Geräte eventuell von einer Online-Sperre betroffen sind, prüfen Sie bei der Fritzbox im Router-Menü unter „Heimnetz -> Netzwerk -> Geräte und Benutzer“.

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