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So können Sie Angemeldete Clients analysieren

15.01.2015 | 11:31 Uhr |

Vor allem in Städischen Wohngebieten müssen oft meh­rere Funknetzwerke koexistieren, die Dutzende von Clients mit einem LAN- und Internetzugang versorgen. Wir zeigen wie Sie sich einen Überblick verschaffen.

Dieses Programm brauchen Sie: Wireless Network Watcher , gratis, für Windows XP, Vista, 7 und 8

Leider kommt es dabei häufig vor, dass Geräte über einen WLAN-Adapter verfügen, aber entweder falsch oder sogar überhaupt nicht konfiguriert sind. Vor allem Drucker und Geräte der Unterhaltungselektronik gehören zu den üblichen Verdächtigen.

Ist Ihr WLAN-Zugang nicht korrekt eingerichtet, versuchen diese Geräte oft, sich in das aktuell stärkste Netz einzuloggen, was manchmal aussieht wie ein Einbruchsversuch.

Um die Situation zu klären, sollten Sie sich in einem ersten Schritt einen Überblick über Ihr WLAN verschaffen. Anschließend können Sie dann gezielt nach Störenfrieden von außen suchen.

So finden Sie die Geräte, die sich angemeldet haben: Die meisten Router führen Buch, welche Geräte sich aktuell und in der Vergangenheit bei ihnen angemeldet haben. Bei der Fritzbox finden Sie diese Liste unter „Heimnetz > Netzwerk“.

Falls Ihr Router eine solche Liste nicht anbietet oder Sie keinen Zugriff auf sein Menü haben, liefert das kostenlose Tool Wireless Network Watcher zumindest eine Aufstellung der momentan aktiven Clients.

In den Listen der Fritzbox sind die Netzwerk-Clients lediglich mit ihrer IP- und der MAC-Adresse aufgeführt. Um die zugehörigen Geräte später jederzeit sicher identifizieren zu können, sollten Sie ihnen Namen geben.

Klicken Sie dazu in der Fritzbox auf das Icon „Bearbeiten“; beim Wireless Network Watcher genügt ein Doppelklick auf das Gerät. Anschließend tragen Sie den Namen dort in das Feld „User Text“ ein. Schalten Sie nun nacheinander Ihre übrigen Netzwerkgeräte ein, geben Sie ihnen aussagekräftige Bezeichnungen, und aktualisieren Sie jeweils die Anzeige der Liste (beim Wireless Network Watcher mit „F5“). Sie brauchen nicht beunruhigt zu sein, wenn in der Liste der Fritzbox Einträge auftauchen mit Namen wie „PC-192-168-178-25“. Eine solche Bezeichnung weist lediglich darauf hin, dass es sich um einen DHCP-Client handelt, der seine IP-Adresse also vom Router bezogen hat. Im Unterschied zu anderen Geräten hat er jedoch seinen Host-Namen nicht korrekt an die Fritzbox übermittelt.

Oft handelt es sich dabei um Geräte der Unterhaltungselektronik wie Smart TVs oder DVD-/Blueray-Player mit WLAN-Adapter. Auch manche Drucker melden sich nicht ordnungsgemäß an.

Ein Einbruchsversuch in Ihr Netzwerk steckt hinter einem solchen Eintrag nicht – in diesem Fall hätte die Fritzbox keine IP-Adresse vergeben.

Ab und zu das Routerprotokoll überprüfen: So lange Ihr WLAN mit WPA oder WPA2 verschlüsselt ist und Ihr Netzwerkschlüssel mindestens zehn Zeichen lang ist, brauchen Sie nicht zu befürchten, dass sich Unbefugte zu Ihrem Netz Zugang verschaffen.

Überprüfen Sie dennoch ab und zu das Protokoll Ihres Routers (bei Fritzbox über „System > Ereignisse > WLAN“). Falls dort regelmäßig der Eintrag „WLAN-Gerät Anmeldung gescheitert: ungültiger WLAN-Schlüssel“ auftaucht, ist das ein Hinweis darauf, dass ein nicht oder falsch konfiguriertes Gerät versucht, sich bei Ihrem Netzwerk anzumelden. Gelingen wird ihm der Log-in zwar nicht, vielleicht können Sie jedoch den Besitzer aufspüren und ihm einen Hinweis geben.

Helfen kann dabei die MAC-Adresse, die bei den Anmeldeversuchen angegeben ist. Unter der Adresse http://hwaddress.com finden Sie eine Datenbank, die die Adresse dem Hersteller des Netzwerk­adapters zuordnet. Auch der Wireless Network Watcher fragt eine solche Datenbank ab und zeigt die ermittelte Firma an.

Leider sind diese Informationen oft nicht aussagekräftig, da viele Unternehmen Chips von spezialisierten Fremdherstellern in ihren Produkten verbauen. Wenn dort jedoch beispielsweise der Name Lexmark auftaucht, wissen Sie zumindest, dass es sich um einen Drucker handelt. Fragen Sie in Ihrer Nachbarschaft nach, wer ein Gerät dieses Herstellers besitzt.

Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit: Bauen Sie kurzfristig ein neues, offenes WLAN auf, warten Sie, bis sich der Drucker eingeloggt hat, installieren Sie den Universal-Druckertreiber von Lexmark und drucken Sie ein Blatt mit einer Meldung an den Besitzer.

Da Sie dabei fremdes Eigentum unberechtigt nutzen, ist diese Methode allerdings illegal.    

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