So geht es

Vmware mit USB-Gerät booten

Dienstag den 22.04.2008 um 12:03 Uhr

von Markus Pilzweger

Vmware Server bootet standardmäßig nicht von einem USB-Gerät. Wir zeigen Ihnen, wie es dennoch möglich ist.
Anforderung: Fortgeschrittener
Zeitaufwand: Mittel
Lösung:

Wer nur einen PC hat und zum Ausprobieren des USB-Sticks nicht ständig neu booten möchte, kann für Tests der korrekten Funktion :Vmware Server ab Version 1.0.3 verwenden . Vmware Server kann allerdings auch bei aktivierter USB-Unterstützung nicht direkt von USB-Geräten booten.

Es geht nur über einen Umweg:

1. Installieren Sie Vmware Server und darin als Gastsystem ein Windows Ihrer Wahl. Erfahrene Benutzerfinden unten einen Tipp, wie es auch „ohne Gastsystem“ geht.

2. Starten Sie das Gastsystem, und kopieren Sie das Verzeichnis \pebuilder\BartPE\ Programs von Ihrer Festplatte nach C:\ Programs im Gastsystem. Das geht am einfachsten über eine Netzfreigabe. Fahren Sie das Gastsystem danach herunter.

3. Verbinden Sie den PC mit dem USB-Stick. Gehen Sie unter Systemsteuerung auf „Verwaltung, Computerverwaltung“ und hier in die „Datenträgerverwaltung“. Ermitteln Sie die Datenträger-Nummer des USB-Sticks. In der Regel ist der Wechseldatenträger das letzte Laufwerk in der Liste. Da die Zählung bei „0“ beginnt, erhält der Wechseldatenträger bei einer eingebauten Festplatte die Nummer „1“.

4. Öffnen Sie in der Vmware-Server-Console über „VM, Settings“ die Einstellungen der virtuellen Maschine. Auf der Registerkarte „Hardware“ klicken Sie auf „Add“. Über den Assistenten fügen Sie dann eine neue Festplatte hinzu. Wählen Sie dabei unter „Disk“ die Option „Use a physical disk (for advanced users)“, und bestimmen Sie unter „Device“ das Laufwerk des USB-Sticks, beispielsweise „PhysicalDrive1“. Speichern Sie die Einstellungen, und starten Sie die virtuelle Maschine.

5. Gehen Sie über die Taste <F2> in das Bios der virtuellen Maschine. Wählen Sie unter „Boot“ die in Punkt 4 erstellte Festplatte als erstes Bootgerät aus, und speichern Sie die Einstellungen mit <F10>. Wenn die virtuelle Maschine nach diesen Änderungen startet, lädt sie zuerst das Ramdisk-Abbild vom USB-Stick in den Speicher. Danach ermittelt das System den Ort des Ordners „Programs“ (Punkt 2) und bindet die verfügbaren Programme in das Menü ein.

Ohne Gastsystem: Bei dem hier beschriebenen Verfahren kommt es nur darauf an, dass das System den Ordner „Programs“ auf einer virtuellen Festplatte findet. Auf dieser muss sich aber nicht notwendig ein Betriebssystem befinden. Benutzer, die auf der Kommandozeile zu Hause sind, können daher das Gastsystem auch von einer Bart-PE-ISO-Datei oder – wie beschrieben – vom USB-Stick starten, über Diskpart.EXE eine leere, virtuelle Festplatte partitionieren, mit Format.EXE formatieren und per Xcopy die erforderlichen Dateien über das Netz kopieren.

Technischer Hintergrund: Es ist nicht möglich, den „Programs“-Ordner vom USB-Stick direkt zu benutzen, da das Gastsystem nur Zugriff auf den Inhalt der ISO-Datei hat. Das Aktivieren des USBGerätes über „VM, Removable Devices, USB Devices“ bietet auch keine Lösung, da Vmware Server das Gerät dabei vom Host-Rechner trennen und mit dem Gastsystem verbinden will. Das ist aber nicht möglich, weil der USB-Stick durch den direkten Zugriff des Gastsystems auf den Wechseldatenträger gesperrt ist.

Dienstag den 22.04.2008 um 12:03 Uhr

von Markus Pilzweger

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
692646