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So erkennen Sie betrügerische Online-Shops

27.05.2014 | 09:23 Uhr |

Wer beim Online-Shopping ein Schnäppchen sucht, wird leicht Opfer eines betrügerischen Händlers, auch Fake Shop genannt. Mit diesen Tipps bleiben Sie auf der Hut.

Dieses Programm brauchen Sie: Netcraft Toolbar , gratis, für Chrome, Firefox und Opera. WOT , gratis, für Windows XP, Vista, 7, 8.

Wer beim Online-Shopping ein Schnäppchen sucht, kann leicht Opfer eines betrügerischen Online-Shops werden. Diese sogenannten Fake Shops sehen fast aus wie legale Online-Shops, werden aber von Kriminellen betrieben. Wer dort einkauft, wird zwar sein Geld los, doch die Ware bekommt er niemals zugeschickt. Bis man sich an die Polizei oder einen Anwalt gewendet hat, ist der Shop meistens schon wieder aus dem Internet verschwunden.

Am Preis werden Sie ein betrügerisches Angebot nur in seltenen Fällen erkennen. Denn schließlich ist man ja gerade auf der Suche nach einem guten Angebot, und bei vielen Produkten kommen Preisnachlässe von 50 Prozent zum UVP durchaus vor. Zuverlässiger ist da schon eine Analyse der Shop-Seite. Mit den folgenden Tipps erkennen Sie Fake Shops zuverlässig.

Toolbar-Prüfung: Eine erste Prüfung können Sie mit zwei Toolbars erledigen. Rufen Sie dafür die Shop-Seite auf und klicken Sie als erstes auf das Symbol der Netcraft Toolbar (das gilt für Chrome; in Firefox ist die Toolbar stets aktiv und sichtbar). Diese gibt unter „Risk ranking“ an, wie verdächtig die Seite ist. Bei 0 gilt die Seite als vertrauenswürdig. Schon ein Wert von 1 ist verdächtig, und Sie sollten dort nicht einkaufen. Zudem zeigt die Toolbar an, wann die Domain registriert wurde. Fake Shops sind meist nur wenige Tage bis maximal wenige Monate alt. Entsprechend verdächtig sind neue Domains.

Zusätzlich zur Prüfung mit Netcraft können Sie auch die Toolbar von WOT nutzen. Diese zeigt auch die Bewertungen von anderen WTO-Nutzern an.

Online-Suche: Haben die Ergebnisse der beiden Toolbars nichts Eindeutiges gebracht, lohnt sich eine Suche im Internet. Zunächst sollten Sie auf der Seite network-tools nach der Domain suchen. Geben Sie dafür den Namen der Website ohne www., aber mit Länder-Domain in das Feld über „Go!“ ein und klicken Sie dann auf „Go!“. Also etwa so „alles-billig-hier.de“. Als Ergebnis erhalten Sie, in welchem Land der Server steht, von wem die Site wann registriert wurde und weitere Infos.

Natürlich lohnt sich auch eine einfache Google-Suche nach dem Namen des Online-Shops. Sollte es bereits Opfer des Fake Shops geben, werden Sie so wahrscheinlich Forums-Einträge der geprellten Käufer finden.

Impressum: In manchen Fällen hilft ein Blick ins Impressum der Website, wo eine komplette Anbieterkennzeichnung inklusive der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID) zu finden sein sollte. Sind die Angaben unvollständig, ist das verdächtig. Die UID können Sie für europäische Firmen unter www.ust-idnr.org überprüfen lassen. Allerdings lieferte diese Datenbank in unserem Test auch bei vollkommen legalen Shops kein Ergebnis. Die Überprüfung des Impressums gibt also keinen eindeutigen Hinweis.

Kaufvorgang: Wenn es ans Kaufen geht, muss jeder seriöse Shop eine verschlüsselte Verbindung anbieten. Das erkennen Sie an dem https:// in der Adresszeile und dem geschlossenen Vorhängeschloss im Browser. Zwar können auch Kriminelle einen Fake Shop mit einer SSL-Verbindung installieren, doch ist das bisher nur sehr selten vorgekommen.

Als Bezahlmethode ist die Kreditkarte deutlich besser als eine Banküberweisung, denn beim Bezahlen per Kreditkarte können Sie die Zahlung später meist zurückholen. Bei einer Banküberweisung geht das nicht.

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