2185173

Smartphone-Sicherheit: Passwort für Android-Apps vergeben

21.04.2016 | 09:31 Uhr |

Wer den Zugang auf bestimmte Apps regulieren will, kann sie auf Wunsch mit einem Extra-Passwort sichern. So geht's.

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie für Ihr Smartphone eine Displaysperre einrichten. Anderenfalls kann jeder, der Ihr Gerät in die Finger bekommt, auf Ihre Daten zugreifen. Eine solche Displaysperre lässt sich in der „Einstellungen“-App unter „Sicherheit -> Displaysperre“ (oder ähnlich lautend) einrichten.

Doch selbst, wenn Ihr Smartphone derart geschützt ist, gibt es ein paar Apps, die einen Extraschutz verdienen. Ein Beispiel dafür ist die App Google Authenticator . Sie generiert die Zusatzcodes für einen besonders sicheren Zwei-Wege-Log-in. Das geht etwa für das Google-Konto, Dropbox, Lastpass, Outlook.com und weitere Dienste.

Extraschutz: Die App Hexlock schützt andere Apps mit einer zusätzlichen PIN. Diese wird gleich nach dem Start der App abgefragt. Statt einer PIN können Sie auch eine Mustersperre setzen.

Nach dem ersten Start der App Hexlock müssen Sie eine Sperrmethode wählen. Diese lässt sich über die Einstellungstaste oder das Einstellungsicon rechts oben und dem Punkt „Einstellungen -> Sperrmethode“ ändern. Zur Verfügung stehen PIN oder Muster. Ist das geschehen, wählen Sie über einen Tipp auf „Sperre deine ersten Apps“ die Anwendungen aus, die Sie schützen möchten. Das geht ganz einfach per Auswahl aus einer App-Liste.

Tipp: Die besten kostenlosen Cleaner-Apps für Android

Hexlock bietet mehrere Proile, die Sie über einen Wisch nach rechts oder links auswählen können. Standardmäßig sind „Beruflich“ und „Privat“ bereits aktiv. Weitere Proile lassen sich über das Plus-Symbol oben hinzufügen. In jedem Proil lassen sich andere Apps sperren. So lässt sich die App Authenticator etwa im Proil „Beruflich“ sperren, aber nicht im Profil „Privat“. Ein Vorteil der kostenpflichtigen Proversion von Hexlock: Die Profile lassen sich abhängig von WLAN-Netzwerken automatisch aktivieren. Sobald das Smartphone also in die Nähe Ihres heimischen WLAN-Routers kommt, kann die App das Proil „Privat“ einschalten. So müssen Sie Apps, die Sie im Büro gesperrt haben, nun nicht mehr per PIN frei schalten.

Wer den Schutz durch Hexlock weiter verbessern möchte, kann die „Deinstallationssperre“ aktivieren. Das hat zur Folge, dass auch die App „Einstellungen“ von Android durch Hexlock gesperrt wird. So verhindert Hexlock, dass jemand über die Einstellungen-App das Sicherheits-Tool deinstalliert. Wer nur selten etwas in den Einstellungen von Android ändert, sollte diese Funktion nutzen. Diese zusätzliche Sperre kann aber auch schnell nerven.

Das sollten Sie wissen: Bevor Hexlock seine PIN- oder Passwortabfrage vor ein App schiebt, startet diese und zeigt für einen kurzen Moment ihre Bedienerführung an. Der Moment ist zwar so kurz, das man kaum etwas lesen kann, doch grundsätzlich ist das dennoch eine Sicherheitslücke. Denn wenn ein Angreifer etwa die App Authenticator startet und dabei eine Videoaufnahme laufen lässt, kann er sich anschließend die Aufnahme ansehen und per Standbild den kurz sichtbaren Code ausspionieren. Hundertprozentig ist der Schutz von Hexlock somit nicht, aber als Schutz vor Gelegenheitspionen genügt Hexlock allemal.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet
0 Kommentare zu diesem Artikel
2185173