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Passwort-Tresor auf dem Smartphone anlegen

04.11.2011 | 10:35 Uhr |

PINs und Passwörter für Shops, Accounts und Online-Banking sind nichts für fremde Augen. Mit einem Passwort-Tresor verstauen Sie Ihre Kennwörter sicher und bequem.

PINs, Passwörter & Co. für Shops, Online-Banking & andere Internetseiten sind definitiv nichts für fremde Augen. Trotzdem ist es natürlich praktisch, wenn Sie auch von unterwegs aus auf Ihre Konten zugreifen können. Um zu vermeiden, dass Ihre vertraulichen Daten in die falschen Hände gelangen, installieren Sie deshalb einen Passwort-Tresor auf Ihrem Smartphone.

Android: Laden und installieren Sie die App Keepassdroid . Wenn Sie das Programm das erste Mal starten, schlägt es Ihnen vor, eine neue verschlüsselte Datenbank im angegebenen Pfad anzulegen. Klicken Sie hier einfach auf „Erstellen“. Auf dem nächsten Bildschirm müssen Sie ein sicheres Verschlüsselungskennwort für Ihre Datenbank vergeben – mindestens 8, besser 12 möglichst zufällige Zeichen (Groß-/Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen). Danach wiederholen Sie es und tippen auf „OK“, um die Datenbank anzulegen und zu öffnen.

In der verschlüsselten Kennwortdatenbank Keepass können Sie alle Ihre vertraulichen Kontodaten und andere private Informationen lokal auf Ihrem Android-Gerät speichern und die Einträge übersichtlich in Gruppen einsortieren.
Vergrößern In der verschlüsselten Kennwortdatenbank Keepass können Sie alle Ihre vertraulichen Kontodaten und andere private Informationen lokal auf Ihrem Android-Gerät speichern und die Einträge übersichtlich in Gruppen einsortieren.

Die Keepass-Datenbank ist in Gruppen organisiert, die Ihre Einträge enthalten. Standardmäßig sind die Gruppen „eMail“ und „Internet“ angelegt. Um eine neue Gruppe anzulegen, tippen Sie auf „Gruppen hinzufügen“, geben einen Namen ein (etwa Banking) und tippen auf „OK“. Um neue Einträge in einer Gruppe anzulegen, tippen Sie auf den Gruppennamen und dann auf „Eintrag hinzufügen“. Daraufhin öffnet sich ein Formular mit den Feldern „Titel“, „Benutzername“, „URL“, „Passwort“ und „Kommentar“. Füllen Sie die Felder aus, die für Ihren Eintrag nötig sind. Verpflichtend ist hier lediglich ein Titel, da dieser später in der Gruppenansicht von Keepassdroid angezeigt wird. Wenn Sie fertig sind, tippen Sie auf „Speichern“. Wenn Sie das Programm schließen, ist die Datenbank durch die AES-Verschlüsselung geschützt.

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Die App iPIN für iPhone und & Co. speichert Ihre Log-in-Daten in einem sicheren verschlüsselten Tresor. Wenn Sie sich ein Passwort anzeigen lassen, dann erscheint es kurz in der Mitte des Bildschirms umringt von anderen Zeichen. Diese sollen neugierige Schultergucker verwirren
Vergrößern Die App iPIN für iPhone und & Co. speichert Ihre Log-in-Daten in einem sicheren verschlüsselten Tresor. Wenn Sie sich ein Passwort anzeigen lassen, dann erscheint es kurz in der Mitte des Bildschirms umringt von anderen Zeichen. Diese sollen neugierige Schultergucker verwirren

iOS: Keepass gibt es auch als App für iPhone & Co., ist aber aufgrund eines komplizierten Imports der Datenbank kaum empfehlenswert. Beliebt ist dagegen die App iPIN , die es auch in einer kostenlosen Lite-Version gibt. Nach dem ersten Start müssen Sie einen Sensor-Code und ein Passwort vergeben. Anschließend lassen sich über das Stift-Symbol rechts oben Log-in-Daten speichern. Wenn Sie sich später die Daten anzeigen lassen wollen, dann tippen Sie auf den Eintrag in der Liste von iPIN. Die App blendet die Anmeldedaten dann kurz in der Mitte des Bildschirms ein. In der Abbildung sind es die Wörter „afa“ und „test“. Die kostenlose Lite-Version speichert aber nur drei Einträge. Die Vollversion schlägt mit 2,39 Euro zu Buche.

Daten auf dem Smartphone verschlüsseln

Android: Eine Laufwerksverschlüsselung ist bei Android 2.x nicht enthalten. Erst ab Version 3.0 ist unter „Menü ➞ Einstellungen ➞ Standort und Sicherheit“ die Option „Gerät verschlüsseln“ zu finden. Mit Whispercore entwickelt die Firma Whispersys derzeit jedoch eine Laufwerksverschlüsselung für Android 2.x. Zur Zeit steht lediglich eine Betaversion für die Google-Geräte Nexus S und Nexus One zum Download bereit.

iOS:  iPhone & Co. bieten seit der Betriebssystemversion iOS 4.0 eine gute Verschlüsselung des Dateisystems. Sie greift, sobald Sie die Codesperre aktivieren. Der Schutz arbeitet mit dem sicheren Advanced Encryption Standard (AES) mit einer Schlüssellänge von 256 Bit. Dennoch ist es im Mai 2011 der Sicherheitsfirma Elcomsoft gelungen, Daten aus iPhones & Co. auch bei aktiver Codesperre zu entschlüsseln.

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