Handydaten schützen

Handy-Backup: Daten auf Smartphones absichern

Donnerstag den 03.11.2011 um 11:01 Uhr

von Arne Arnold, Christian Löbering

© iStockphoto.com/Oonal
Der Verlust eines Smartphones bedeutet gleichzeitig massiven Datenverlust in Form von Apps, Kontakten und SMS-Archiven. Wir zeigen, wie man alles mit einem Backup absichert.
Es ist also durchaus sinnvoll, dafür zu sorgen, dass Ihre persönlichen Daten komplett auf Ihrem PC und zumindest teilweise in der Cloud gesichert werden.

Android:
Mit dem Programm My Phone Explorer und der zugehörigen App können Sie all Ihre Daten schnell und einfach zwischen PC und Android übertragen und teilweise sogar synchronisieren. Installieren Sie zunächst beide Geräte. Die Verbindung kann dabei entweder über WLAN, USB oder Bluetooth stattfinden. Wenn Sie ein USB-Kabel verwenden möchten, tippen Sie in Android auf „Menü ➞ Einstellungen ➞ Entwicklung“ und setzen einen Haken vor „USB-Debugging“.

Dann starten Sie die App und das Programm, klicken im PC auf „Datei ➞ Verbinden“ und vergeben beim ersten Mal einen Namen für die Verbindung. Daraufhin werden Ihre SMS, Kontakte und Kalendereinträge auf Ihren Computer übertragen. In der linken Seitenleiste des Programms sehen Sie die verschiedenen Datenbereiche, die Sie übertragen können. Um Fotos zu synchronisieren, klicken Sie links auf „Memory Stick“ und dann oben auf das zweite Symbol von links. Einzelne installierte Apps können Sie sichern, indem Sie links auf „Anwendungen“ klicken, eine App markieren und oben auf das Symbol ganz rechts klicken.


All Ihre Dateien finden Sie in den Rubriken „Memory Stick“ und „Telefonspeicher“. Um hieraus wichtige Dateien oder Ordner zu sichern, markieren Sie die gewünschten Elemente einfach bei gedrückter Strg-Taste, klicken dann in der Symbolleiste auf den Pfeil nach unten, wählen ein Zielverzeichnis und klicken auf „OK“. Um ein komplettes Backup Ihres Android-Phones zu machen, wählen Sie die Funktion Nandroid Backup aus der App ROM Manager . Diese App funktioniert auf „gerooteten“ Geräten – also Smartphones, bei denen Sie sich Administratorrechte freigeschaltet haben.

Über den Befehl "Aus Backup wiederherstellen" spielen Sie
in iTunes alle zuvor gesicherten Daten von iPhone & Co. zurück
aufs Gerät.
Vergrößern Über den Befehl "Aus Backup wiederherstellen" spielen Sie in iTunes alle zuvor gesicherten Daten von iPhone & Co. zurück aufs Gerät.

iOS:
Jedes Mal, wenn Sie Ihr iPhone, iPod Touch oder iPad mit iOS 4.0 an dem PC anschließen, legt iTunes ein Backup an. Selbst wenn das Gerät auf immer verloren geht, lassen sich damit alle Daten auf ein komplett neues Smartphone zurücksichern. Wichtig ist, dass Sie das Backup auf dem PC verschlüsseln. Nur dann sichert iTunes auch alle Log-in-Daten inklusive der gespeicherten Passwörter für Internet-Dienste auf dem PC. Schließen Sie dafür das iPhone an den PC an, und markieren Sie es in iTunes in der linken Spalte. Dann wählen Sie „Übersicht ➞ iPhone-Backup verschlüsseln“. Um die Daten auf ein iPhone (oder iPod Touch oder iPad) zurückzuspielen, schließen Sie es am PC an und klicken in iTunes in der linken Spalte mit der rechten Maustaste auf das Gerät. Im Aufklappmenü wählen Sie „Aus Backup wiederherstellen“.


Speicherort: Wenn Sie vom iPhone-Backup eine zusätzliche Kopie erstellen wollen, finden Sie den Sicherungsordner unter Windows XP hier: „C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Application Data\Apple Computer\MobileSync\Backup\“. Unter Windows Vista und 7 finden Sie den Ordner unter „C:\Users\Benutzername\AppData\Roaming\Apple Computer\MobileSync\Backup“. Die Datumsangabe der Ordner verrät den Zeitpunkt des Backups.

Damit Sie die Verzeichnis sehen können, müssen sich auch versteckte Ordner im Windows-Explorer anzeigen lassen: „Extras ➞ Ordneroptionen ➞ Ansicht ➞ Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen“. Ab der Version iOS 5, die im Herbst erwartet wird, sollen sich übrigens alle Daten automatisch ins Internet sichern lassen. Ein regelmäßiges Backup am PC ist dann nicht mehr zwingend nötig.

Donnerstag den 03.11.2011 um 11:01 Uhr

von Arne Arnold, Christian Löbering

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1142773