699796

Einstellungen für die Zwischenablage

16.01.2009 | 11:00 Uhr |

Manche Texteingabefelder im Web geben Ihnen nicht nur die Möglichkeit, puren Text zu verfassen, sondern wurden zu kompletten Editoren ausgebaut. Deren Schaltflächen für Kopieren und Einfügen funktionieren aber nicht auf Anhieb – der Zugriff auf die Zwischenablage ist Web-Scripts aus Sicherheitsgründen nämlich zunächst verboten.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Beispiele für Web-Seiten, die auf die Zwischenablage Ihres Rechners zugreifen, sind www.crazymaze.de/smili/ oder www. mozilla.org/editor/midasdemo/ . Erstere ist eine Smiley-Sammlung, bei denen die URL zu einem Bildchen gleich in der Zwischenablage landet, sobald Sie darauf klicken. Bei der anderen URL handelt es sich um eine Demo für den Mozilla-Editor mit Schaltflächen zum Lesen und Schreiben der Zwischenablage.

Internet Explorer: Im IE ist der Zugriff von Scripts auf die Zwischenablage recht simpel geregelt. Sobald ein Script zugreifen möchte, fragt der Browser nach, ob Sie dies zulassen wollen. Die Antwort – voreingestellt ist „Nicht zulassen“ – merkt sich der Internet Explorer für den Rest der Sitzung.

Firefox: Dieser Browser will eine Signatur sehen, bevor er einem Script den Zugriff auf die Zwischenablage gestattet. Diese Richtlinie können Sie etwas aufweichen und Firefox anweisen, Scripts auch nach Herkunft wahlweise zuzulassen. Dazu öffnen Sie die spezielle URL „about:config“ und doppelklicken auf den Eintrag „signed.applets.codebase_principal_support“, so dass er auf „true“ gesetzt wird. Wollen jetzt Seiten wie die oben erwähnte Smiley-Sammlung auf die Zwischenablage zugreifen, erscheint wie beim Internet Explorer eine Nachfrage, ob Sie dies erlauben. Ihre Antwort gilt jedoch nur für diese Site und auch nur einmalig, es sei denn, Sie verewigen sie mittels der Option „Diese Entscheidung merken“.
Für manche Seiten genügt das nicht, etwa für die Demo des Mozilla-Editors. Hier müssen Sie die Verwendung der Zwischenablage per Policy explizit erlauben. Ermitteln Sie dazu zunächst das Profilverzeichnis von Firefox, indem Sie die URL „about:cache“ aufrufen. Sie finden es hinter dem Eintrag „Cache Directory“, gekürzt um den letzten Ordner „Cache“. Starten Sie nun den Editor, und öffnen Sie die Datei user.js im Profilverzeichnis. Gibt es diese nicht, speichern Sie eine neue Datei unter dem Namen user.js im Profilverzeichnis ab. Dort tragen Sie folgende Zeilen ein:

Die ersten drei Zeilen gestatten den Zugriff, die vierte legt fest, für welche Sites dies gilt, in diesem Fall für Mozilla.org. Weitere Sites tragen Sie innerhalb der Gänsefüßchen hinter die bereits bestehenden URLs ein, getrennt mit einem Leerzeichen. Die Einstellungen werden wirksam, sobald Sie die user.js gespeichert und Firefox neu gestartet haben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
699796