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So schützen Sie sich vor Keyloggern

20.05.2016 | 12:45 Uhr |

Mit dem Tool Keyscrambler haben Keylogger es sehr schwer Ihre Passwörter und Online-Banking-Daten auszuspähen.

Als Keylogger werden PC-Schädlinge bezeichnet, die sich heimlich auf den PC einschleusen und dann unbemerkt alle Tastatureingaben protokollieren. Die geheimen Aufzeichnungen senden die Schädlinge anschließend ins Internet zu ihren Verbreitern. Keylogger werden vor allem von Kriminellen eingesetzt, um etwa die Log-in-Daten für Bezahldienste wie Paypal oder fürs Onlinebanking zu stehlen. Die Täter verbreiten die Keylogger wie andere PC-Viren auch. Keylogger kommen aber auch als kommerzielle Software etwa in Büros zum Einsatz. In Deutschland ist die anlasslose Überwachung von Angestellten per Keylogger zwar verboten, doch sollte ein Anfangsverdacht bestehen, ist der Einsatz von kommerziellen Keyloggern auch in hiesigen Büros möglich.

10 Sicherheits-Tipps für jeden Anwender

Gegen die Keylogger der Kriminellen sollten Sie eigentlich durch Ihr Antivirenprogramm geschützt sein. Doch optimieren die Virenverbreiter ihre Schädlinge oft so lange, bis sie an einem Virenschutz vorbeikommen. Ein zusätzlicher Schutz gegen Spionageviren ist deshalb ratsam.

So erstellen Sie sichere Passwörter

Schutz gegen Keylogger: Das Tool Keyscrambler platziert sich nach seiner Installation im Infobereich von Windows und fängt selbst alle Tastatureingaben am Tastaturtreiber ab. Die verschlüsselt der Keyscrambler und sendet sie geschützt in die Eingabefenster von gängigen Internetbrowsern. Was ein Keylogger jetzt nur noch abfangen kann, das sind unverständliche Zeichenfolgen. Dass der Keyscrambler aktiv ist, erkennen Sie an einem kleinen Infobereich oberhalb Ihres Internetbrowsers. Der erscheint allerdings nur, wenn Sie Texte eingeben.

Die 10 besten Online-Virenscanner

Wie bei allen PC-Schutzprogrammen, ist auch der Schutz von Keyscrambler nicht perfekt. So befallen etwa einige Onlinebanking-Trojaner den Internetbrowser selbst. Dort kopieren und manipulieren sie die Eingaben auf dem Weg ins Internet. Diese Trojaner greifen also erst dann auf die Eingaben zu, wenn der Keyscrambler sie bereits wieder in Klartext umgewandelt hat. Trotzdem bleibt der Keyscrambler ein empfehlenswertes Tool, da er gegen viele gängige Keylogger sehr wohl effektiv schützt.

Die kostenlose Version von Keyscrambler unterstützt rund 30 Programme, darunter alle gängigen Internetbrowser. Wenn Sie auch die Eingaben in anderen Anwendungen mit dem Tool schützen möchten, benötigen Sie die Proversion. Diese kostet allerdings 80 Dollar für eine 3-PC-Lizenz. Im Angebot gibt‘s das Tool auch mal für 45 Dollar.

Hinweis: Wenn Sie Windows in einer 64-Bit-Version nutzen, dann sind zwei Prozesse von Keyscrambler gleichzeitig auf Ihrem System aktiv: einer für 32-Bit und einer für 64-Bit-Programme. Denn auf einem 64-Bit-Windows sind durchaus 32-Bit-Internetbrowser lauffähig. Damit Keyscrambler die Eingaben für beide Bit-Varianten verschlüsseln kann, benötigt das Tool zwei Prozesse.

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