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Schreibschutz auf USB-Sticks entfernen

10.02.2014 | 15:34 Uhr |

Der USB-Stick funktioniert zuverlässig, bis er auf einmal Kopiervorgänge mit der Meldung verhindert, dass Sie doch bitte den Schreibschutz entfernen sollen. Wir verraten Ihnen, wie Sie ihn deaktivieren.

Bevor Sie sich ans Werk machen, sollten Sie die Daten auf dem Stick sichern – für alle Fälle. Zuerst sollten Sie prüfen, ob eventuell ein Eintrag in der Windows-Registry die Schreibvorgänge auf den Stick verhindert. Drücken Sie die Tastenkombination Windows-R, tippen im Ausführen-Fenster „regedit“ ein und bestätigen Sie die Eingabe mit Enter. Nun sollten Sie im Registrierungs-Editor sein. Hangeln Sie sich zum folgenden Schlüssel durch oder suchen Sie direkt über STRG-F:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet \Control\StorageDevicePolicies

Ist dort der Eintrag „WriteProtect“ vorhanden, sollten Sie überprüfen, ob der Wert auf der Zahl „0“ steht – dann ist der Schreibschutz inaktiv. Falls der Eintrag aber auf der Ziffer „1“ steht, ändern Sie ihn auf „0“. Nun können Sie den Editor schließen und alle Änderungen übernehmen, falls das System Sie fragt. Spätestens nach einem Neustart sollte sich der USB-Stick wieder beschreiben lassen.

Wenn der genannte Registry-Eintrag nicht vorhanden ist oder schon auf „0“ steht, könnten Sie als nächsten Schritt den Stick formatieren. Im Normalfall sollten Sie über „Computer“ und einen Rechtsklick auf das Medium ohne weiteres den Speicher löschen dürfen. Doch es kann auch vorkommen, dass das nicht klappt, weshalb Sie auf einen Konsolenbefehl zurückgreifen müssen.

Die erweiterten Startoptionen von Windows 7 erlauben unter anderem das Starten im abgesicherten Modus, um Fehlerdiagnosen durchzuführen.
Vergrößern Die erweiterten Startoptionen von Windows 7 erlauben unter anderem das Starten im abgesicherten Modus, um Fehlerdiagnosen durchzuführen.

Lassen Sie Ihren Computer herunterfahren, stecken Sie Ihren USB-Stick an die Buchse und starten Sie den Rechner wieder. Sofort nach dem Einschalten sollten Sie mehrmals F8 betätigen, bis Sie in die erweiterten Bootoptionen gelangen. Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zum Punkt „Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung“ und bestätigen Sie mit Enter.

Danach melden Sie sich ganz normal an Ihrem System an und schauen, welcher Laufwerksbuchstabe Ihr Stick ist. Sind Sie sicher, dass es sich um Ihren USB-Speicher handelt, formatieren Sie Ihn mit der Eingabe „format X:“, wobei das „X“ für das entsprechende Laufwerk steht. Auch hier bestätigen Sie die Eingabe wieder mit Enter, und Windows formatiert das Speichermedium. Sobald die Formatierung abgeschlossen ist und Sie dem Stick eine Bezeichnung verpasst haben, starten Sie das System mit dem Befehl „shutdown /r“ neu.

Sollte diese Art der Formatierung ebenfalls fehlschlagen, handelt es sich um einen schwerwiegenden Defekt des Sticks selbst: Manche USB-Sticks schalten sich auf schreibgeschützt, sobald erste Fehler im Flashspeicher auftreten, um die darauf enthaltenen Dateien zu schützen. Wenden Sie sich an den Hersteller, sofern Sie auf den Stick noch einen Garantieanspruch haben.

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