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Samba 2.2.x: Keine Verbindung zu Windows-XP-Rechnern

Sie haben zwei Rechner über ein Netzwerk verbunden. Auf dem einen läuft Linux, auf dem anderen Windows XP. Unter Linux haben Sie die neueste Version des Netzwerkprotokolls Samba installiert und konfiguriert, damit Sie zwischen den beiden Rechnern Daten austauschen können. Von Ihrem Windows-PC können Sie problemlos auf eingerichtete Freigaben des Linux-Rechners zugreifen. Wollen Sie allerdings unter Linux eine Windows-Freigabe mounten, bekommen SIe folgende Fehlermeldung: "session setup failed: ERRDOS - ERRnoaccess (Access denied.)". Benutzername und Kennwort haben Sie genau überprüft. Mit Windows 98 war das Mounten noch problemlos möglich.

Anforderung

Fortgeschrittener, Profi

Zeitaufwand

Gering

Sie haben zwei Rechner über ein Netzwerk verbunden. Auf dem einen läuft Linux, auf dem anderen Windows XP. Unter Linux haben Sie die neueste Version des Netzwerkprotokolls Samba installiert und konfiguriert, damit Sie zwischen den beiden Rechnern Daten austauschen können. Von Ihrem Windows-PC können Sie problemlos auf eingerichtete Freigaben des Linux-Rechners zugreifen. Wollen Sie allerdings unter Linux eine Windows-Freigabe mounten, bekommen SIe folgende Fehlermeldung: "session setup failed: ERRDOS - ERRnoaccess (Access denied.)". Benutzername und Kennwort haben Sie genau überprüft. Mit Windows 98 war das Mounten noch problemlos möglich.

Microsoft hat in Windows XP die Netzwerkfunktionen von Windows NT 4 und 2000 übernommen und weiterentwickelt. Damit verfügt Windows XP über etliche erweiterte Sicherheitsfunktionen, die es so unter Windows 95/98/ME noch nicht gab. Normalerweise können Sie unter Linux mit

mount -t smbfs -o username=<Name>, password=<bla> //<Windows-Rechner>/<Freigabe>/windows

einen unter Windows freigegebenen Ordner mounten, hier in das Linux-Verzeichnis "windows". Besagte Fehlermeldung taucht auf, wenn Windows die Authentifizierung nicht akzeptiert.

Seit Windows NT 4 gibt es den Registry-Schlüssel "Hkey_Local_Machine\System\ CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters\requiresignorseal". Seit Windows XP ist dieser Schlüssel nicht mehr standardmäßig mit dem Wert "0" versehen - also ausgeschaltet -, sondern mit dem Wert "1" aktiviert.

Der Eintrag bewirkt, dass Windows nur mit einer eigenen Verifizierung im Netzwerk angemeldet werden kann.

Da Microsoft aus Sicherheitsgründen den genauen Ablauf dieser Verifizierung geheim hält, kann Samba mit dieser Sicherheitsstufe nichts anfangen. Version 2.2.2 von Samba finden Sie hier (6,31 Megabyte).

Für ein Netzwerk zu Hause brauchen Sie diese Sicherheit nicht. Sie können also den Wert des Registry-Eintrags auf "0" setzen. Danach sollte die Anmeldung problemlos klappen. Beachten Sie, dass es bei einer Anmeldung im Netzwerk sowohl unter Windows als auch unter Linux auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung ankommt.

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