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SSD statt HDD: Vorbereitung und Inbetriebnahme

12.11.2014 | 09:26 Uhr |

Optimale Vorbereitung ist das A und O, auch beim Einbau und der Inbetriebnahme einer SSD. Wir sagen Ihnen, wie Sie vorgehen sollen und auf was Sie achten müssen.

Dieses Programm brauchen Sie: Crystaldiskinfo , gratis, für Windows Vista, 7 und 8

Für maximale Stabilität, Lebensdauer und Geschwindigkeit sollten Sie das Betriebssystem komplett neu auf der SSD installieren. Wollen Sie partout mit Ihrer liebgewonnenen Windows-7- oder Windows-8-Installation umziehen, können Sie das sehr einfach mit einem Cloning-Programm wie Acronis True Image bewerkstelligen. Meist ist ein entsprechendes Programm bereits im Lieferumfang der SSD enthalten. Was Sie beim Clonen beachten sollten und wie Sie vorgehen müssen, beschreiben wir im Tipp „ SSD statt HDD: Betriebssystem umziehen “. Davor sollten Sie allerdings zuerst die SSD einbauen und optimal vorbereiten:

Einbau im PC: Für die PC-Montage schrauben Sie die SSD auf einem 2,5-auf-3,5-Zoll-Einbaurahmen fest. Sollte der Rahmen nicht im Lieferumfang enthalten sein, bekommen sie ihn im Fachhandel ab 1 Euro. Montieren Sie den Rahmen in einem 3,5-Zoll-Schacht. Verbinden Sie den SATA-Daten- und SATA-Stromanschluss mit einem entsprechenden Kabel des Netzteils. Die SATA-Datenbuchse der SSD verbinden Sie mit einem SATA-Kabel (ab 1 Euro im Fachhandel erhältlich) mit dem schnellsten SATA-Anschluss der Hauptplatine (Handbuch konsultieren), meist ist dies die erste SATA-Buchse (SATA_0 oder SATA_1). Ihre alte Festplatte stöpseln Sie - falls nötig - an eine andere SATA-Buchse an.

Einbau im Notebook: Bei Ihrem Notebook entfernen Sie die Abdeckung auf der Unterseite, die mit einem Festplatten-Symbol gekennzeichnet ist. Ziehen Sie das alte 2-Zoll-Laufwerk vorsichtig vom SATA-Anschluss ab. Bei manchen Laptops ist die Festplatte über einen Einbaurahmen mit dem Gehäuse verschraubt, Sie müssen diese Schrauben vorher lösen. Schrauben Sie anschließend den Einbaurahmen von der Festplatte ab und auf die SSD. Nun schieben Sie die SSD in das Festplattenfach und an den SATA-Anschluss.

Vorbereitung: Bevor Sie Ihre neue SSD in Betrieb nehmen, sollten Sie sie mit einem Firmware-Update auf den aktuellen technischen Stand bringen. Besonders einfach ist das Firmware-Update bei Intel, Samsung und OCZ, da die Tool-Pakete sogar eine Update-Automatik bieten. Wenn Sie das entsprechende Tool starten, können Sie – bei einer bestehenden Internet-Verbindung – die Firmware automatisch aktualisieren.

In allen anderen Fällen müssen Sie zunächst die Firmware-Version ermitteln. Dazu installieren Sie das Tool Crystaldiskinfo. Wenn Sie Sie nach dem Programmstart in der zweiten Menüzeile von oben per Mausklick die Festplatte ohne Laufwerksbuchstaben auswählen, sehen Sie direkt unter der SSD-Bezeichnung die installierte „Firmware“. Starten Sie nun den Browser Ihrer Wahl, und rufen Sie auf der Website des SSD-Herstellers den Support-Bereich auf. Meist finden Sie dort schon eine aktuellere Firmware-Version. Laden Sie diese zusammen mit dem passenden Update-Tool herunter. Mittlerweile bieten alle namhaften Hersteller entsprechende Tools an, die unter Windows laufen - komplizierte Verfahren mit der Firmware-Datei auf einem Boot-Medium sind inzwischen obsolet.

Inbetriebnahme: Führen Sie nach dem erfolgreichen Firmware-Update - Sie können die installierte Firmware-Version wieder ganz einfach mit Crystaldiskinfo überprüfen - einen Neustart durch. Drücken Sie gleich zu Beginn des Boot-Vorgangs die angezeigte Taste, mit der Sie ins Bios-Setup gelangen. Meist ist es die Entf-Taste (englisch: „Del“) oder die Taste F2. Rufen Sie zunächst das „Boot“-Menü auf, um die Reihenfolge der Boot-Datenträger festzulegen. Wenn Sie Windows von der Installations-DVD aufspielen wollen, setzen Sie Ihr DVD-Laufwerk an erste Stelle. Wollen Sie stattdessen einen USB-Stick nutzen, wählen Sie die entsprechende Boot-Option aus.

Suchen Sie dann im Menü „Advanced“ oder „IDE Configuration“ nach dem Unterpunkt „SATA Configuration“ oder „On Chip SATA“. Je nach Bios-Version stehen Ihnen dann die Einstellungen „Standard“, „Compatible“ und „Enhanced“ zur Verfügung. Daneben lässt sich „IDE“, „RAID“ oder „AHCI“ auswählen. Damit die SSD auch mit vollem Tempo läuft, wählen Sie „Enhanced“ beziehungsweise „AHCI“.

Zudem sollten Sie in den Bios-Menüs „Main“ oder „Advanced“ auch die Sicherheitsfunktion Self Monitoring and Reporting Technology (SMART) einschalten, die Sie über die Funktion „Hard Disk S.M.A.R.T“ „HDD S.M.A.R.T Capability“, „HDD S.M.A.R.T Monitoring“ oder Funktion „S.M.A.R.T for Hard Disks“ aktivieren, indem Sie die Option „Yes“, „On“ oder „Enabled“ wählen. Ist S.M.A.R.T aktiv, können Sie unter Windows mit Festplatten-Tools wie Crystaldiskinfo den Gesundheitszustand der neuen Festplatte in Echtzeit überwachen und so bei drohenden Defekten Datenverlusten oder dem Komplettausfall des Laufwerks vorbeugen.

Nachdem Sie die Einstellungen vorgenommen haben, legen Sie die Windows-Installations-DVD oder schließen den USB-Stick mit dem Betriebssystem an, bevor Sie das Bios-Setup beenden und die Änderungen speichern. Das geschieht meist mit der Taste F10 und einer nachfolgenden Bestätigung mit der Enter-Taste. Sollen Sie hier mit einem „Yes“ bestätigen, drücken Sie die Taste Z. Der Rechner führt nun automatisch einen Neustart aus und sollte automatisch ins Setup der Betriebssystem-Installation wechseln. Brechen Sie an dieser Stelle ab, wenn Sie Ihr altes Windows auf die SSD umziehen wollen und Lesen Sie im Tipp „ SSD statt HDD: Betriebssystem umziehen " weiter.

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