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SSD am Notebook nachrüsten - darauf müssen Sie achten

14.09.2015 | 09:33 Uhr |

Bei einigen aktuellen Notebooks können Sie zusätzlich zur Festplatte eine schnelle SSD einbauen. Aber Vorsicht! Nicht alle Flash-Platten passen hinein.

Normale Festplatten bieten viel Platz, sind aber langsam. Mit einer SSD können Sie einem Notebook Beine machen. Besonders komfortabel ist es, wenn SSD und Festplatte in den Laptop passen, dann müssen Sie zugunsten der höheren Rechenleistung nicht auf Speicherplatz verzichten. Beim Medion-Notebook Akoya E6416 beispielsweise, das Aldi im März und April verkaufte, können Sie nachträglich eine SSD einbauen. Allerdings passen dort keine SSDs in der üblichen 2,5-Zoll-Größe hinein. Die Aldi-Notebooks haben nur Platz für eine SSD im M.2-Format.

M.2 ist ein Anschluss für Steckkarten, wie sie im Notebook üblicherweise für ein WLAN-Modul genutzt werden. M.2-SSDs lassen sich sehr flach und klein bauen. Deshalb kommt diese Bauform in vielen Ultrabooks zum Einsatz. Aber aufgrund der kompakten Abmessungen lässt sich eine M.2-SSD auch zusätzlich zu einer 2,5-Zoll-Festplatte in ein Notebook in Standardgröße einbauen.

Allerdings gibt es M.2-SSDs mit verschiedenen Steckern und in unterschiedlichen Längen. Welche in Ihr Notebook passt, sollte in Ihrem Handbuch stehen oder Sie müssen es beim Hersteller erfragen. Der Anschluss im Notebook hat fast immer eine B- oder M-Buchse. Wie bei Speichersteckplätzen fehlen dem Konnektor an bestimmen Stellen Pins. Die SSD muss daher einen entsprechenden Anschluss haben, damit sie hineinpasst. Die meisten M.2.-SSDs haben einen M-Key oder beide Aussparungen: Sie passen dann sowohl in einen B- oder einen M-Anschluss auf der Notebook-Platine.

Ein technischer Unterschied: SSDs mit einem M-Key sind schneller, weil sie bis zu vier PCI-Express-Lanes nutzen können, Flash-Platten mit B-Key nur zwei. Wie viele PCI-Express-Lanes aber tatsächlich und in welchem Tempo für die SSD bereitstehen, entscheidet der PCI-Controller, der üblicherweise im Notebook-Prozessor sitzt. Außerdem kann über den M.2-Anschluss auch SATA-3 laufen. Der arbeitet zwar langsamer, reicht aber für die meisten aktuellen SSDs aus.

Der zweite Stolperstein beim Einbau einer M2.-SSD ist der Formfaktor. Welche SSD in den Steckplatz gehört, hängt davon ab, wie lang und breit er ist. Wie bei den Aldi-Notebooks passt in den meisten Fällen eine SSD im Format 2280. Die ersten beiden Ziffern stehen dabei für die Breite des Moduls in Millimeter, die letzten beiden für die Länge. Kürzere SSDs passen auch in längere Steckplätze, beispielsweise nimmt ein 2280-Platz auch eine SSD im Format 2242 auf.

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