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SSD-Caching im Notebook beschleunigen

19.12.2014 | 15:31 Uhr |

In vielen Ultrabooks steckt neben einer großen Festplatte auch noch eine mSATA-SSD (Solid State Drive) mit meist 32 Gigabyte Speicherplatz. Diese Mini-SSD nutzt Windows als extrem schnellen Pufferspeicher für häufig genutzte Programme und permanent benötigte Systemdateien.

Weil die Solid State Drive diese Daten vorhält, müssen sie nicht mehr von der deutlich langsameren 2,5-Zoll-Festplatte übertragen werden. Das beschleunigt den Windows-Start und verkürzt die Wartezeit, bis Anwendungen einsatzbereit sind.

Mehr Tempo dank SSD - und den richtigen Tricks

Welche Daten und Programme im SSD-Cache landen, bestimmt bei Ultrabooks die Intel-Technik Rapid Response. Der große Nachteil der Lösung: Sie ist deutlicher langsamer als ein reiner SSD-Speicher. Denn die Daten, die gerade nicht im Cache liegen, muss das Betriebssystem immer noch von der langsamen herkömmlichen Festplatte abrufen. Mit cleveren Treibereinstellungen lässt sich der Zugriff auf die Mini-SSD aber spürbar beschleunigen.

Die höhere SSD-Geschwindigkeit geht – allerdings nur bei einem plötzlichen Stromausfall – zu Lasten der Datensicherheit. Deswegen müssen Sie die Warnmeldung beim Umstellen bestätigen.
Vergrößern Die höhere SSD-Geschwindigkeit geht – allerdings nur bei einem plötzlichen Stromausfall – zu Lasten der Datensicherheit. Deswegen müssen Sie die Warnmeldung beim Umstellen bestätigen.

SSD-Tuning mit Treibertrick: Starten Sie das Treiberverwaltungsprogramm. Sie finden es im Startmenü unter dem Namen „Intel Rapid Storage-Technologie“. Wenn Sie auf „Beschleunigen“ klicken, sehen Sie den aktuell eingestellten Beschleunigungsmodus. Sie haben die Wahl zwischen zwei Beschleunigungs-Modi. Im standardmäßig aktivierten „Erweiterten Modus“ werden die Daten gleichzeitig auf die Festplatte und die SSD geschrieben. Das ist zwar etwas langsamer, bietet jedoch mehr Sicherheit. Um den Zugriff zu beschleunigen, wählen Sie per Mausklick „Modus ändern“ ud danach „Maximierter Modus“ aus. Dann schreibt der Treiber die Daten zuerst auf die SSD und anschließend in bestimmten Intervallen auf die Festplatte. Der Beschleunigungseffekt ist in diesem Modus stärker, es besteht aber die Gefahr eines Datenverlusts, wenn Festplatte und SSD aufgrund eines Fehlers getrennt werden. Deswegen müssen Sie die anschließende Warnung mit „Ja“ bestätigen. Nachdem Sie die Einstellungen vorgenommen haben, klicken Sie auf „OK“. Danach müssen Sie Windows neu starten.

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