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Richtig belichten, auch ohne Blitz

15.07.2014 | 15:31 Uhr |

Fast jede aktuelle Kamera hat einen eingebauten Blitz. Doch der stößt schnell an seine Grenzen, was Reichweite und Intensität betrifft. Und selbst wenn Sie den Blitz einsetzen, fallen die Ergebnisse meist nur mittelmäßig aus: Die einen Bildbereiche sind überbelichtet, die anderen unterbelichtet, und vor allem Nahaufnahmen gelingen kaum. Doch mit ein paar Tricks können Sie auch ohne Blitz gute Bilder machen.

Das erste Stichwort lautet hier „available light“. Darunter versteht man, das vorhandene Licht optimal zu nutzen. Im Klartext heißt das: Bauen Sie Ihr Motiv nicht in der dunkelsten Ecke eines Zimmers auf, sondern in der Nähe eines Fensters. Ziehen Sie die Vorhänge beiseite, um mehr Licht in den Raum zu lassen. Scannen Sie Ihre Umgebung nach Lichtquellen und schalten Sie Lampen ein. Beachten Sie dabei jedoch immer, dass Sie bei Kunstlicht den Weißabgleich anpassen müssen, weil sonst Farbstiche entstehen. Machen Sie hier eine Weißabgleich-Belichtungsreihe, um auf Nummer Sicher zu gehen. Haben Sie dann alle Lichtquellen ausgereizt, kann auch die Kamera selbst bei wenig Licht helfen. Grundsätzlich sollten Sie ein Stativ verwenden, um lange Belichtungszeiten einsetzen zu können, denn die Kamera gleicht wenig Licht entweder mit einer langen Belichtungszeit oder mit einer offenen Blende aus. Eine weitere Möglichkeit ist, die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen. Hier sollten Sie jedoch vorsichtig sein, da sich damit auch das Bildrauschen verstärkt. Nutzen Sie daher – falls vorhanden – die kamerainterne Rauschreduzierung, um dies zu vermeiden. Deutlich ungefährlicher ist dagegen die Belichtungskorrektur. Hier können Sie die Helligkeit einer Aufnahme schrittweise anpassen. Allerdings wird das auf das komplette Bild angewendet, was auch zu Über- oder Unterbelichtung führen kann.

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