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Registry: Fehlerhafte Verweise aufspüren

Problem: Auf älteren Windows-Installationen reagieren einige Funktionen immer träger. Diese Alterserscheinung zeigt sich besonders deutlich beim Öffnen von Ordnern im Windows-Explorer. Auch Lösch- und Kopieraktionen funktionieren nur noch mit Verzögerung, und Kontextmenüs von Dateien öffnen sich viel langsamer als gewohnt.

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Problem: Auf älteren Windows-Installationen reagieren einige Funktionen immer träger. Diese Alterserscheinung zeigt sich besonders deutlich beim Öffnen von Ordnern im Windows-Explorer. Auch Lösch- und Kopieraktionen funktionieren nur noch mit Verzögerung, und Kontextmenüs von Dateien öffnen sich viel langsamer als gewohnt.

Lösung: Der Grund für die Trägheit sind zahlreiche Überbleibsel alter Software-Installationen in der Windows-Registry. Viele Programme de-installieren sich nicht sauber und hinterlassen damit Datenmüll in der zentralen Systemdatenbank. Ballast, der das System nun ausbremst: Bei bestimmten Aktionen, etwa wenn Sie das Kontextmenü einer Datei öffnen, muss Windows die Registry nach möglichen Verknüpfungen mit diesem Dateityp und dazugehörigen Einträgen im Kontextmenü durchsuchen.

Verweise auf nicht mehr vorhandene Programme und Bibliotheken bewirken dabei die spürbare Verzögerung. Drastisch ist die Wirkung bei Verweisen zu fehlenden Programmdateien auf Netzlaufwerken. Hier kann die Bedenkzeit von Windows einige Sekunden betragen. Die dafür verantwortlichen Rückstände per Registy-Editor aufzuspüren wäre sehr umständlich. Sie müssten dazu Tausende von Einträgen überprüfen.

Einfacher geht es mit unserem Analyse-Tool Reg-Checker . Das HTA-Programm ermittelt alle Programmeinträge unter "Hkey_Classes_Root" und untersucht, ob die dazugehörigen Dateien noch auf der Festplatte oder im Netzwerk vorhanden sind. Reg-Checker läuft unter allen Windows-Versionen, setzt aber den Internet Explorer Version 6 voraus. Für die Analyse der Windows-Registry führen Sie folgende drei Schritte durch:

Schritt 1

Nachdem Sie den Reg-Checker in ein beliebiges Verzeichnis auf der Festplatte kopiert haben, starten Sie das Tool per Doppelklick. Gehen Sie nun zuerst auf die Schaltfläche "RegExport". Das Programm exportiert daraufhin den kompletten Registry-Schlüssel "Hkey_Classes_Root" mit allen Unterschlüsseln in die Datei HKCR.REG und legt sie automatisch im Verzeichnis "Eigene Dateien" ab.

Schritt 2

Mit einem Klick auf "Prüfen" starten Sie die eigentliche Analyse. Je nach Größe der REG-Datei kann das einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Programmfenster sehen Sie anschließend eine Tabelle mit Pfad- und Datei-Angaben zu nicht mehr vorhandenen Dateien.

Wichtig: Das Tool meldet selbstverständlich auch Dateien, die etwa auf einem Rechner im Netzwerk liegen, der gerade ausgeschaltet ist.

Übrigens: Wenn eine Zeile Angaben zu mehreren EXE- oder DLL-Dateien enthält, tauchen sie zwar in der Liste auf. In diesem Fall müssen Sie aber selbst prüfen, ob sich die Dateien noch auf der Platte befinden.

Schritt 3

Sie können sich auch alle Dateien anzeigen lassen, für die der Reg-Checker Einträge in der Registry findet. Aktivieren Sie dazu die Klickbox vor "alle Dateien anzeigen". Gehen Sie dann erneut auf "Prüfen". Die fehlenden Dateien erscheinen jetzt rot markiert in der Tabelle.

Wie Sie die Dateileichen aus der Registry entfernen, lesen Sie im Tipp Schnelleres Windows - Registry-Müll entsorgen .

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